Abschlusskonferenz 2021

Ein Schuljahr mit vielen Herausforderungen geht zu Ende
Abschlusskonferenz der Dreiflüsse-Realschule Passau und
Verabschiedung von Kolleginnen und Kollegen

Wie jedes Jahr endet ein Schuljahr mit der Abschlusskonferenz, die nach der Herausgabe der Jahreszeugnisse zum Abschluss eines Schuljahres stattfindet. Doch wie so Vieles in diesem Schuljahr war auch dies anders.

Am letzten Schultag sollten nämlich nicht nur die Zeugnisse für die Klassen 5-9 verliehen werden, sondern es sollten auch die 10. Klassen in drei Durchgängen würdig verabschiedet werden. Also musste die Abschlusskonferenz dieses Schuljahr ausnahmsweise einen Tag früher, am Mittwochnachmittag stattfinden.

Neben einem Resümee des abgelaufenen Schuljahrs sowie organisatorischen Planungen das neue Schuljahr betreffend werden im Anschluss an die Konferenz auch immer das Studienseminar sowie Kolleginnen und Kollegen, die versetzt werden und die Schule verlassen, verabschiedet. Stellvertretende Schulleiterin Marion Katzbichler würdigte jeden einzelnen Kollegen mit Dankesworten, Glückwünschen und einem Geschenk zusammen mit dem Personalrat, vertreten durch Frau Fuchs und Frau Riederer.

In diesem Schuljahr durften wir die Referendare Frau Dang, Frau Gardener, Frau Häberle, Frau Kelleher, Frau Kakavand, Frau Smola, Herrn Iglhaut und Herrn Raab in ihr Einsatzjahr entlassen und Ihnen dafür alles Gute und viel Erfolg wünschen. Mit einem Passauer Müsli, das ihnen als Abschiedsgeschenk überreicht wurde, sollen sie immer gestärkt in den Tag finden.

Das Einsatzjahr bereits hinter sich und auf eine Planstelle wartend, sagten wir „Goodbye“ zu Frau Peter, Herrn Kaiser und Herrn Brockmann, die dieses Schuljahr an der Dreiflüsse-Realschule unterrichteten.

Emotional wurde es dann bei den folgenden drei Lehrkräften, die angefangen von zwei bis zu zwölf Jahren an der Schule unterrichteten und ihre Spuren hinterließen und die aber aus privaten Gründen die Schule in Richtung Heimat verlassen. Das Kollegium verabschiedete sich von Frau Loibl, Herrn Bühler und Frau Krompaß. Frau Krompaß war insgesamt 12 Jahre an der Dreiflüsse-Realschule Passau Lehrkraft für Englisch und Katholische Religionslehre. Neben dem Bücherteam war sie auch verantwortlich für die Ausbildung der Streitschlichter. Frau Krompaß wurde von ihrem Kollegentisch, die nicht nur Kollegen, sondern vor allem auch Freunde waren, besonders denkwürdig verabschiedet.  Wir wünschen allen an ihrer neuen Wirkungsstätte viel Glück, Erfolg und alles Gute. Als Geschenk erhielten diese Kolleginnen und Kollegen ein „Passauer Licht“, das ihnen immer den rechten Weg weisen soll bzw. auch ein Passauer Müsli.

Ein ungewöhnliches und enorm forderndes Jahr liegt hinter uns. Mit Vorfreude, aber auch einer gewissen Spannung blicken wir auf das kommende Schuljahr, was es wohl an Neuem alles bringen mag.

Marion Katzbichler

Abschluss 10. Klassen 2021

„Off we go!“
Realschulabsolventen im großen Rahmen verabschiedet

80 Absolventinnen und Absolventen der Dreiflüsse-Realschule Passau erhielten am letzten Schultag vor den Sommerferien ihre Zeugnisse der Mittleren Reife.

Um die Feierlichkeiten coronakonform ablaufen lassen zu können, fand auch in diesem Schuljahr die Entlassfeier in drei Etappen im Schulhaus  – anstatt im ehrwürdigen Rathaussaal – statt. Den Anfang machte die 10a und danach folgten nach den jeweiligen Pausen zum Lüften, Reinigen und Desinfizieren die Klassen 10b bzw. 10c. Ein straffer Ablauf mit allen notwendigen Hygiene-Maßnahmen ermöglichte es – trotz Corona – den Abschlussschülern im ansprechend dekorierten Zwischentrakt der Realschule dennoch eine feierliche Verabschiedung zu bieten.

Nach einer musikalischen Einstimmung durch das Musikseminar unter der Leitung ihrer Seminarlehrerin Frau Martina Raab, freute sich die stellvertretende Schulleiterin Marion Katzbichler einige Ehrengäste – unter anderem den Oberbürgermeister der Stadt Passau – sowie die erfolgreichen Abschlussschüler und deren Eltern begrüßen zu dürfen.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper ließ es sich dann auch nicht nehmen, persönlich die Absolventen zu beglückwünschen. Er animierte die Abschlussschüler dazu, Passau am heutigen Tag erbeben zu lassen und ausgelassen zu feiern.

Ebenso fand die Vorsitzende des Elternbeirats, Frau Beate Moosbauer, sehr persönliche Worte. Sie gab den Jugendlichen, die nun die Schule verlassen, mit auf den Weg, dass sie auf jeden Fall ihren Herzen folgen und weiterhin so strahlen sollen, wie an diesem Tag.

Die beiden Schülersprecher Jonas Zerer (10a) und Max Aulinger (10a) blickten per Video-Einspielung auf die vergangenen Schuljahre zurück. Skizziert anhand des Weges durch das Schulhaus, zeigten sie auf, wie facettenreich die Zeit an der Dreiflüsse-Realschule war. Mit einem Dank an die Lehrer für ihre Geduld und gute Vorbereitung am Schluss waren sich die beiden einig, dass man sich auf jeden Fall wiedersehen wird.

Die Abschiedsworte der stellvertretenden Schulleiterin Marion Katzbichler stellten den letzten Programmpunkt vor dem für die Absolventen wichtigsten Teil der Feier – der Zeugnisübergabe – dar.  „Off we go!“ – Mit dem Vergleich einer Reise mit dem Ziel Realschulabschluss blickte sie auf die zurückliegenden Jahre der Absolventinnen und Absolventen zurück. Beginnend mit dem Tag der offenen Tür im März 2015, bei dem man sich über die Reisemöglichkeiten erkundigt hat, dem ersten Tag an der Dreiflüsse-Realschule, bei dem man von den Reiseleitern empfangen wurde bis hin zum Reisezertifikat nach dem Ende der Reise – all diese Stationen ging man immer gemeinsam. Nun sind die Grundlagen geschaffen und das nötige „Proviant“ – wie fachliches Wissen oder Offenheit für Neues – ist vorhanden, um die Reise des Lebens weiterzuführen.

Und dann war es soweit, der große Moment für die 80 jungen Damen und Herren konnte beginnen. Dem Alphabet nach wurden sie nach vorne zur Schulleitung und den jeweiligen Klassenleitern gerufen.

Um die Zeugnisübergabe noch unvergesslicher zu machen, wurden für jeden Schüler kurze Präsentationen mit Bildern und Lieblingslied eingespielt. Viele der Entlassschüler durften sich außerdem auch noch eine Rose als Zeichen der Anerkennung mitnehmen, da sie sich im Laufe ihrer Schulzeit durch viel Engagement für die Schulgemeinschaft auszeichnen konnten.

Nach der Ehrung der Klassenbesten – allen voran Lena Riederer mit der Traumnote 1,18 – und dem Dank an die Lehrkräfte durch die jeweiligen Klassen endete mit einigen Segenswünschen sowie einem Musikstück von G.F. Händel eine rundum gelungene Abschlussfeier an der Dreiflüsse-Realschule.

Astrid Gibis

Verabschiedung Herr Schaffhauser

Kommando-Übergabe an der Realschule
Schulfamilie verabschiedet Andreas Schaffhauser, der nach Osterhofen wechselt – Marion Katzbichler neue Chefin

Stromaufwärts geht es für Andreas Schaffhauser, Leiter der Dreiflüsse-Realschule Passau. Er wechselt als Chef in die Landgraf-Leuchtenberg-Realschule nach Osterhofen. Seine bisherige Schulfamilie versammelte sich im Heimathafen an der Neuburger Straße zur Verabschiedung. Das Thema „Wasser“ prägte die Lobreden auf den begeisterten Fischer. Die kommissarische Nachfolgerin Marion Katzbichler, die sich selbst als passionierte Ruderin bezeichnet, überreichte ihm eine Kapitänsmütze. Als er 2013 auf die Brücke ging bei der damaligen Staatlichen Realschule habe er ein reparaturbedürftiges Schiff übernommen, das nun wieder vollständig flott sei. Sie wünschte ihrem Vorgänger immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel und allzeit gute Fahrt.

Personalrätin Karin Fuchs bescheinigte Schaffhauser schon mehrere große Fänge gemacht zu haben: Seine Frau Bettina, Rektor zu werden in jungen Jahren (damals unter 40) und nun auch eine neue Chef-Stelle nahe seiner Heimat (Schaffhauser ist in Deggendorf geboren). „Ein guter Angler füttert gut an und das haben Sie mit uns definitiv gemacht, viele haben angebissen. Und er weiß auch, dass man die Leine nicht immer straff halten darf.“

Als „herausragenden Pädagogen“ bezeichnet OB Jürgen Dupper den Scheidenden. Er habe der Realschule viel Schwung verliehen und habe hartnäckig beim Sachaufwandsträger der Stadt Passau um Verbesserungen gekämpft: „Es waren oft teure Gespräche mit Ihnen.“

Dass Schaffhauser den Förderverein der Realschule aus dem Dornröschenschlaf geküsst habe, daran erinnerte dessen aktueller Vorsitzender Michael Pilzer. „Wir verlieren einen Schulleiter, der uns mehr als Anwesenheit gegeben hat, er war präsent“ – außerdem immer gut informiert und ein guter Taktgeber.

Ins gleiche Horn stieß Beate Moosbauer als Vorsitzende des Elternbeirats. Die lehnte sich an zwei Zitate an: „Die Welt lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht“ und den Grundsatz, den Schaffhauser der Realschule ins Leitbild geschrieben hat: „Miteinander, füreinander – weil die Zukunft zählt.“

In eine gute Zukunft blickt die Realschule seit 2013, daran lässt Marion Katzbichler keinen Zweifel. Schaffhauser habe mit der Amtsübernahme in diesem Jahr eine Zeit der Innovation eingeläutet, erinnert die neue Chefin, die jahrelang als Stellvertreterin fungierte. Die Liste der Neuerungen ist lang: Eine Mensa wurde eingerichtet, das Leitbild auf den drei Säulen Kultur, Förderung und Sport erstellt, die Offene Ganztagsschule eröffnet, die nun 120 Schüler besuchen (betreut vom Ehepaar Ueberschaar), eine Boulderwand errichtet am Schuleingang, viele Arbeitsgemeinschaften eingerichtet und Kooperationen, vor allem im Sportbereich mit Vereinen, wie dem FC Passau, WSV Otterskirchen oder den White Wolves sowie mit vielen Firmen für den praxisorientierten Unterricht. Auch die Umbenennung in „Dreiflüsse-Realschule“ habe Schaffhauser angestoßen, zählte Katzbichler einen weiteren Aktivposten auf. Dem allgemeinen Dank schlossen sich die Schülersprecher an.

Schaffhauser selbst erinnerte an seine plötzliche Erkrankung im Oktober vorigen Jahres und dass er sich aber wieder vollständig ins Berufsleben zurückgekämpft habe. Er dankte allen Wegbegleitern namentlich, zählte gemeinsame Erfolge auf und meinte schließlich: „Es war mir eine Ehre, Ihr Schulleiter sein zu dürfen.“

Symbolische Geschenke wurden einige überreicht, eine musikalische servierte das Eltern-Lehrer-Schüler-Ensemble unter der Leitung von Martina Raab, eher versteckt, sie spielte „Solid Rock“ (engl. Fester Fels).

PNP

Urban Gardening

Unsere Stadt ist essbar!

Wie viel Platz braucht man, um Erdbeeren, Auberginen, Mandarinen-Minze, Lauch, Salate und Kohlrabi anpflanzen zu können? Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a der Dreiflüsse-Realschule kennen die Antwort: Ein kleiner Balkon reicht aus! Nicht in die Fläche, sondern in die Höhe geht es – beim Ausflug zum Urban Garden an der Universität Passau. Den Schülerinnen und Schülern wurde nähergebracht, wie wir zwischen den kahlen Betonwänden, der Stadt Leben einhauchen können. Dass Gärtnern auch auf kleinstem Raum möglich ist, bewies die Studentin Clarissa, die der Klasse bei einer Führung nicht nur die Technik hinter verschiedenen Anbauweisen erklärte, sondern die Schülerinnen und Schüler mit Fragen integrierte und sogar beim Gießen und Pflanzen selbst Hand anlegen ließ.

Hydroponik, Hochbeete, vertikales und mobiles Gärtnern – all diese Systeme wurden der Klasse 9a beim Unterrichtsgang zum „Urban Gardening Demonstrationsgarten“ vorgestellt. Dieser Schaugarten zum Stadtgärtnern ist der erste in Niederbayern und einer von sieben Projektgärten der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Bayern. Die Nähe zur Dreiflüsse-Realschule machte es möglich, das Klassenzimmer für die zweite Hälfte des Vormittages auf den Uni-Campus zu verlegen und dort zu erfahren, dass es für jeden von uns machbar ist, einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Artenvielfalt in der Stadt zu leisten. Mit einem Minzblatt in der Wasserflasche und vielen neuen Inspirationen im Gepäck endete die kleine Exkursion.

Thea Kakavand, Karin Fuchs (Geographielehrerinnen)

Europa macht Schule

Europa macht Schule an der Dreiflüsse-Realschule

Ein Blick über den Tellerrand

Europa kennt keine Grenzen – das hat Europa macht Schule in diesem Schuljahr bewiesen. Zu Gast war die Studentin Anh Nguyen, die mit sich und ihren Erzählungen ein Stück ihres Heimatlandes Vietnam in die Dreiflüsse-Realschule brachte. Vietnam in Europa?da hat jemand im Geographieunterricht nicht aufgepasst – möchte man meinen. Sich die eigene Kultur bewusst machen, indem man über den Tellerrand hinausblickt und Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Länder und deren Kulturen wahrnimmt, fördert sicherlich den Europagedanken.

Wissen Sie, wie sich die vietnamesische Kultur im Alltag widerspiegelt? Können Sie vietnamesische Essstäbchen von denen anderer Länder Asiens unterscheiden? Oder haben Sie eine Ahnung, weshalb knapp 40% der Vietnamesen denselben Nachnamen wie unser Gast Anh haben? All diese Fragen können die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a nun mit „ja“ beantworten und sind damit dem interkulturellen Verständnis zwischen zwei räumlich weit entfernten Ländern ein Stück näher gerückt.

Das Ziel des Programms „Europa macht Schule“ ist es, einen Zugang zu verschiedenen Lebenswelten zu schaffen, stereotypes Denken abzubauen und eine Begegnung von jungen Menschen unterschiedlicher Kulturen möglich zu machen. Auch in diesem Schuljahr ist dieses Vorhaben geglückt und stieß auf großes Interesse bei den Schülerinnen und Schülern der Dreiflüsse-Realschule.

Thea Kakavand, Karin Fuchs (Geographielehrerinnen)

 

„Fairnetzen“ in den 6. Klassen

Präventionsprojekt Digitalisierung

Mitte Juli fand in unseren 6. Klassen der Dreiflüsse-Realschule Passau erstmals das jeweils eintägige Präventionskonzept „fairnetzen“ statt. Dieses Medienkompetenztraining, das von der bayerischen Polizei entwickelt worden ist, hat zum Ziel, Kindern im Alter zwischen 9 und 12 Jahren den bewussten, verantwortungsvollen, selbstreflektierten und sicheren Umgang mit den „Neuen Medien“ zu vermitteln.  In diesem Zusammenhang behandelten die zuvor dafür geschulten Lehrkräfte Josef Holler, Sylvia Stadler und Lucia Garhammer sowie die Klassenleiterinnen Alexandra Gastinger, Astrid Gibis und Manuela Wünschl mit ihren Schülerinnen und Schülern die Themenbereiche „Medienkunde“, „Medienkritik“ und „Mediennutzung“.

Diese wurden den Kindern zunächst in Form von abwechslungsreichen Übungen, Rollenspielen und weiteren pädagogischen Methoden vermittelt. Im Anschluss erfolgte eine intensive Nachbesprechung des Erlebten und Erlernten. Schließlich wurden aus den gemachten Erfahrungen gemeinsame Vereinbarungen, Leitsätze sowie persönliche Vorsätze erarbeitet.

Diese sind für die Kinder von großer Bedeutung, denn die sogenannten „Neuen Medien“ sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. So besagt unter anderem die KIM-Studie 2020 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest, dass bereits 42 Prozent der 6- bis 13-Jährigen ein eigenes Smartphone besitzen, 31 Prozent nutzen das Internet sogar täglich oder fast jeden Tag.

 

Angesichts dieser Tatsache hoffen und denken die Lehrkräfte, dass „fairnetzen“ nicht nur ein unterhaltsamer Tag für alle Beteiligten war, sondern auch, dass die Schülerinnen und Schüler die „Neuen Medien“ in Zukunft (noch) ein Stück reflektierter und verantwortungsbewusster nutzen.

Das Multiplikatorenteam von „fairnetzen“

 

 

 

 

 

 

Alte Kunst und modernes Leben – (k)ein Widerspruch?

Virtueller Besuch des Bayerischen Nationalmuseums der Klasse 5c

 Bayerischen Schülerinnen und Schülern aller Schularten auch in Zeiten von Corona ein Museumserlebnis bieten, ist das Ziel der MPZ-Initiative (Museumspädagogisches Zentrum, München). Auf der Basis von interaktiven Onlinematerialien aus unterschiedlichsten Museen in ganz Bayern finden in den Klassen digitale Expertengespräche statt.

Dieses Angebot nutzte die Klasse 5c mit ihrer Lehrerin Martina Raab im Rahmen der wöchentlichen Projektstunde. Der Ausstellungsbesuch „Alte Kunst und modernes Leben – (k)ein Widerspruch?“ „im“ Bayerischen Nationalmuseum in München wurde über ein Padlet, das in folgende vier Unterthemen gegliedert war, vorbereitet:

  • Ein alter Schrank …
  • Die vier Jahreszeiten und das Klima
  • Essen und Trinken
  • Vom Reisen und dem Blick auf die Welt

So bekamen die Jungen und Mädchen der 5c schließlich eine exklusive Life-Führung via Teams mit dem Experten Michael Bauereiß. Er lenkte den Blick auf Details der Exponate, lieferte Hintergrundwissen und stellte den Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen her. So mussten diese etwa schätzen, wie viele Dinge ein durchschnittlicher Europäer besitzt. Von der durchschnittlichen Anzahl 16000 waren alle Überlegungen weit entfernt. Dass sich die Jahreszeiten aufgrund des Klimawandels verändern und damit auch ihre Darstellung in der Kunst, erarbeitete Herr Bauereiß mit Hilfe der Darstellungen auf einem alten Bauernschrank und einer aktuellen Karikatur. Besonders gefallen hat den Schülerinnen und Schülern aber das Thema „Essen und Trinken“. Eine mit Silberbesteck, wertvollem Porzellan, Kristallgläsern und Tischaufsatz festlich gedeckte Tafel aus dem 19. Jahrhundert beeindruckte sie ebenso wie eine reich mit Gold verzierte Kakaokanne aus der Barockzeit. Da kann das Fast Food-Essen aus dem Karton heutzutage nicht mithalten.

Viel zu schnell vergingen die 45 Minuten mit Herrn Bauereiß „im“ Bayerischen Nationalmuseum, die für viele in der Klasse nicht nur der erste virtuelle, sondern der erste Museumsbesuch überhaupt waren.

 Martina Raab

Ansicht des Bayerischen Nationalmuseums von der Prinzregentenstraße,
copyright: Bayerisches Nationalmuseum München

Schokoladenservice, copyright: Bayerisches Nationalmuseum München

gemEINSAM – Spielplatz 2.0

Theatergruppe der Dreiflüsse-Realschule als einzige Passauer Schule und einzige Realschule Niederbayerns bei Spiel-Platz_2.0

Von 6. bis 9. Juli 2021 ging Spiel-Platz-2.0, das digitale bayernweite, schulartübergreifende Theaterfestival unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Michael Piazolo, zum zweiten Mal über die virtuelle Bühne. Wieder war unter den 22 teilnehmenden Schultheaterensembles die Theatergruppe der Dreiflüsse-Realschule als einzige Passauer Schule und einzige Realschule Niederbayerns vertreten. Dieses Jahr präsentierten die sechs Schauspielerinnen und Schauspieler einen Film mit dem Titel „gemEINSAM – GEMeinsam“.  Das Projekt wurde von den Organisatoren  aus der LAG Theater und Film in Bayern als ein Beitrag gewürdigt, der weit über die pandemiebedingte Isolation hinausgeht und ein Thema verhandelt, das trotz weltweiter Vernetzung hoch relevant ist.

Obwohl keine einzige Probe im Präsenzformat möglich war, schafften es die engagierten Schülerinnen und Schüler (Arian Idrizi, Pavel Khalid Gaffur, Léna Palásti, Kitti Pelikan, Sara Rakić und Marcel Weishäupl) mit ihrer Lehrerin Martina Raab auch in diesem außergewöhnlichen Schuljahr ein Projekt auf die Beine zu stellen.

Des Wartens müde den Theaterraum an der Schule wieder mit Leben zu füllen können, beschloss die Gruppe im Januar sich online zum Proben zu treffen. Das Thema „Corona und seine Folgen“, das jeden bewegt, beherrschte auch die Gespräche innerhalb der Theatergruppe. Das Alleinsein, der mangelnde Kontakt zu anderen, das Fehlen von gewohnten Abläufen, aber auch die Hoffnung auf Besserung dieser schier ausweglosen Situation kristallisierten sich schnell als zentrale Themen heraus und wurden schließlich unter dem Titel „gemEINSAM – GEMeinsam“ gebündelt.

Zitate aus dem Roman „Die Wand“ von Marlen Haushofer bildeten mit den Gedanken der Jugendlichen zum Gefühl der Einsamkeit, das Gerüst für die ersten Szenen.

Mit dem Erwachen des Frühlings wurde auch bei allen die Sehnsucht größer, nach draußen zu gehen und wieder Kontakte zu pflegen. Ein Papierflieger, der von Darsteller zu Darsteller schwebt, symbolisierte eine erste Kontaktaufnahme und Verbindung zwischen den Menschen. Die Schlussszene, ein gemeinsames Essen an einem Tisch mit 1:1-Gesprächen (aber immer noch unter Beachtung aller notwendigen Hygienemaßnahmen), bildete den Abschluss des Videos und lässt Raum für die Hoffnung, dass im kommenden Schuljahr wieder Theaterunterricht in Präsenz mit einer Aufführung vor Publikum auf einer Bühne stattfinden kann.

Im Laufe der Spiel-Platz_2.0-Woche hatten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler nicht nur die Gelegenheit, die Beiträge der anderen Gruppen, darunter auch Life-Performances und ein Padelt, anzuschauen, sondern auch an Workshops, beispielsweise zu den Themen „Stop Motion“ oder Action Bound“,  teilzunehmen.

Die Spielleiterinnen und Spielleiter diskutierten unterdessen, was das Theaterspiel den Jugendlichen, die mittlerweile zu „Meistern der Selbstinszenierung“ geworden sind, nach der Pandemie noch bieten könne, welche Elemente aus dem „digitalen Theaterspiel“ in das Präsenzformat Einzug finden werden und wie die Rolle des Zuschauers künftig definiert werde. Einig waren sich alle darüber, dass die Wirksamkeit des Theaters in der Begegnung mit dem anderen, dem Fremden, liegt und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit weiterhin von unersetzbarem Wert sein wird. In diesem Sinne ist Spiel-Platz_2.0 unter den gegebenen Umständen zwar eine perfekte Plattform, um dem Theaterspiel an Schulen eine Aufführungsperspektive zu bieten. Aber Spiel-Platz_2.0 will und kann das Proben und die Aufführung mit tatsächlich anwesenden und damit spürbaren Menschen nicht ersetzen.

Martina Raab

Kreative Grüße aus dem Homeschooling

Kurz vor Weihnachten hieß es wieder das Klassenzimmer gegen die eigenen vier Wände zu tauschen. Doch dieses Mal traf es die Schulfamilie nicht unvorbereitet und schnell stellte sich beim tägliche Ablauf Routine ein. Anwesenheitskontrolle um 7:50 Uhr, Videokonferenzen und Arbeitsaufträge über Teams oder den Schulmanager. Nicht nur die Lehrkräfte, sondern auch die Schülerinnen und Schüler der Dreiflüsse-Realschule haben sich in diesen Wochen einen eigenen Arbeitsrhythmus zurechtgelegt. Miteinander, füreinander– in diesem Sinne fand online Lernen statt. Aber die letzten Wochen haben gezeigt, dass es hierbei nicht nur um die reine Wissensvermittlung- und aufnahme ging. Im Umgang mit zahlreichen Apps und Programmen bewiesen die Schülerinnen und Schüler ihr Können. Sie erstellten Ebooks, übten den Lernstoff mit LearningApps und LearningSnacks, arbeiteten zahlreiche Präsentationen aus mithilfe von Sway oder PowerPoint, gestalteten online Comics oder Museumsbesuche. Häufig war jedoch die Devise: Weg vom Computer und ran an Schere, Kleber, Schuhkarton, Chipsdose und was sonst noch so im Haushalt zu finden war. Tolle Ergebnisse versetzten die Lehrkräfte zu Hause ins Staunen und die Kinder konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Manuela Wünschl