10. Klasse der Dreiflüsse-Realschule zu Besuch im bayerischen Landtag – Nach einem gleich zu Beginn, leckeren Start in der Landtagskantine wurde der Klasse 10D, die sich im Rahmen des Faches Politik und Gesellschaft auf einen Besuch im Landtag aufgemacht hatte, der Ablauf des Tages und die Arbeit im Landtag erklärt. Die Klasse 10D wurde von der Klassenleiterin Elisa Smola, dem Politiklehrer Ulrich Exinger sowie den Studienreferendarinnen und –referendaren Nadine Ramsbeck, Kerstin Arz und Nhu-Khanh Dam begleitet.
Nach einer kurzen Einführung durften die Schülerinnen und Schüler im Plenarsaal Platz nehmen und rund eine Stunde lang einer Sitzung zuhören. Im Plenum treffen sich alle Abgeordneten des Landtags und diskutieren sowie entscheiden über wichtige politische Themen. An diesem Tag stand neben den Wahlen für verschiedene Ämter auch zwei Gesetzesentwürfe zur Entscheidung an. Im Gegensatz dazu arbeiten in einem Ausschuss kleinere Gruppen von Abgeordneten genauer an bestimmten Themen und bereiten die Entscheidungen für das Plenum vor. „Es war interessant zu sehen, wie die Politiker miteinander diskutieren und wie politische Entscheidungen besprochen werden“, resümierten die 10. Klässler.
Besonders spannend war, dass die Schülerinnen und Schüler im Anschluss mit jeweils einem Abgeordneten verschiedener Parteien, nämlich der CSU (Josef Heisl), von Bündnis´90/Die Grünen (Toni Schuberl), der Freien Wähler (Roswitha Toso) und der SPD (Ruth Müller) sprechen durften. Dabei konnten die Jugendlichen eigene Fragen stellen und mehr über die Meinungen der Politiker erfahren. Eine Schülerin fragte zum Beispiel eine Abgeordnete, warum sexuelle Straftaten ihrer Meinung nach oft zu gering bestraft werden. Die Abgeordnete Frau Toso erklärte, dass die gesetzlichen Strafen eigentlich hoch genug seien, das Problem aber häufig im Mangel an eindeutigen Beweisen liege. Eine weitere Frage richtete sich darauf, was die Abgeordneten in ihrer eigenen Partei gerne ändern würden. Besonders Herr Schuberl fiel auf, weil er sehr offen und direkt antwortete. Er meinte, dass seine Partei manchmal mehr Initiative zeigen und stärker für ihre Ziele kämpfen sollte. Viele der Ansichten und Ideen, die beispielsweise im Plenum vorgestellt wurden, wirkten neu und interessant, erschienen aber teilweise auch etwas zukunftsfern und schwer direkt umsetzbar. Insgesamt kamen die Schülerinnen und Schüler zu dem Schluss, dass die Gespräche sehr aufschlussreich waren und den Jugendlichen neue Perspektiven eröffneten. „Der Ausflug in den Landtag war deshalb insgesamt sehr lehrreich und spannend“, so Leonie Sander aus der Klasse 10D.
Text: Leonie Sander, 10D
Foto (Quelle SemR Exinger) – die Klasse 10 D mit (letzte Reihe v.l.n.r.) Klassleitung Elisa Smola, Politiklehrer und Organisator Ulrich Exinger und Studienreferendare.


