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Brighton in sight

Englandfahrt der achten Klassen nach Südengland – Wochenlang hatten die Achtklässlerinnen und Achtklässler der Dreiflüsse-Realschule dem Höhepunkt des Schuljahres entgegengefiebert — und nun sollte es endlich losgehen: Südengland wartete auf die Schülerinnen und Schüler. Spätabends am Samstag wurden die Koffer in den Bus gepackt, und nach einer durchfahrenen Nacht sahen die Reisenden von der Fähre aus die weißen Klippen von Dover näherkommen.
Alles war gut gelaufen, man lag sogar etwas vor dem Zeitplan, sodass ein Zwischenstopp in Canterbury eingelegt werden konnte. Das stellte sich jedoch als überraschend verwegene Idee heraus — und endete in einem Sprint durch einen plötzlich einsetzenden Platzregen. Das englische Wetter wurde seinem Ruf jedenfalls gerecht.
Am späteren Nachmittag kam die Reisegruppe schließlich in Brighton an, dem malerischen Seebad, in dem seit Jahren die Jugendlichen der Passauer Realschule in Gastfamilien untergebracht werden. Nicht wenige der Gasteltern waren bereits zum wiederholten Mal dabei und erkundigten sich, wie es ihren ehemaligen Gästen heute gehe. Der guten Schulgemeinschaft, den Sportvereinen und manchmal auch dem Zufall sei Dank konnte in vielen Fällen detailliert Auskunft gegeben werden — und zugleich das Schulenglisch gleich praktisch angewendet werden.
Von nun an wurde das Wetter täglich besser: Ein Stadtrundgang durch Brighton begann noch bei kräftigem Wind, der die Ausführungen der Stadtführer schwer verständlich machte. Während die Gruppe im Royal Pavilion den Luxus vergangener Jahrhunderte bewunderte, hörte draußen der Nieselregen auf. Als schließlich der berühmte Pier und die Strandpromenade besucht wurden, kämpfte sich bereits die Sonne durch die Wolken.
Ähnlich sonnig zeigte der darauf folgende erste Londontag, wo die Sehenswürdigkeiten aus dem Englischbuch erkundet wurden: Big Ben, Trafalgar Square, der Buckingham Palace — und vieles mehr. Die Sonnencreme kam dann endgültig am darauffolgenden Tag zum Einsatz: bei der Besichtigung von Horatio Nelsons Schiff, der HMS Victory, sowie bei der Hafenrundfahrt durch den Militär- und Handelshafen von Portsmouth. Die routinierten Busfahrer von Nationalparkreisen Pfeffer ermöglichten außerdem noch einen Besuch in Arundel, um das berühmte Castle zu besichtigen, bevor der letzte Abend mit den Gastfamilien eingeläutet wurde.
Koffer packen, Aufbruch pünktlich um halb acht — und schon ging es auf den Heimweg. Das englische Wetter steigerte sich ein letztes Mal: Für den zweiten Londontag wurden Sommerkleider und kurze Hosen ausgepackt. Newtons Observatorium, der berühmte Tower, St Paul’s Cathedral sowie viele kleine und große Sehenswürdigkeiten zwischendurch und drumherum konnten ausgiebig fotografiert werden.
Ein Fazit? Wundervolles Wetter, zahlreiche Eindrücke, volle Einkaufstüten und wertvolle Erinnerungen, neue Freundschaften — und das alles bei bester Stimmung: So müssen Auslandsfahrten sein. Sehr zufrieden zeigte sich auch das Lehrerteam, und so waren sich am Ende alle einig: Diese Woche war ein voller Erfolg.

Marc-Andree Hennekes