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Im Alltag eine neue Welt erschließen

Pianistin Julia Rinderle und Bass Oscar Marin-Reyes zu Besuch an der Dreiflüsse-Realschule – Im Rahmen des Musikvermittlungsprogramms Rhapsody in school durfte Schulleiterin Marion Katzbichler kürzlich die Pianistin Julia Rinderle und den Bass Oscar Marin-Reyes an der Dreiflüsse- Realschule begrüßen. 2006 wurde Rhapsody in school von dem Weltklasse-Pianisten Lars Vogt ins Leben gerufen. Das mit einem Echo Klassik ausgezeichnete Konzept: Große Künstler gehen in die Schulen, um sich den Fragen von Kindern und Jugendlichen zu stellen und für sie ein kleines Privatkonzert zu geben oder wie Oscar Marin-Reyes es formulierte, Kindern und Jugendlichen im Alltag, in der gewohnten Schulumgebung, eine neue Welt zu erschließen. Und die wunderbare Welt der Musik hat das Musikerehepaar, dessen Passion für die Musik in jeder Sekunde zu spüren war, zusammen mit den Schülern der Klasse 6b, der Deutschklasse und ihren Musiklehrerinnen Martina Raab und Elisa Smola erkundet. So entführten Julia Rinderle, die bereits das dritte Mal in der Neuburger Straße zu Gast war, und der in Guatemala gebürtige Oscar Marin-Reyes die Jungen und Mädchen zunächst in spanische Gefilde. Mit einem melancholischen, spanischen Wiegenlied und einer fröhlichen Canzone eröffneten die beiden ihren Besuch und zogen so ihr junges Publikum sofort in ihren Bann.

Eifrig nutzen die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, in einer ersten Runde Fragen an das Künstlerpaar zu stellen. So erfuhren sie beispielsweise, wie die Ausbildung der Musiker verlaufen ist, wie diese mit Lampenfieber umgehen und sich auf Auftritte vorbereiten. Anschließend gab es für die Zuhörer nicht nur ein musikalisches, sondern auch ein schauspielerisches „Schmankerl“, nämlich die Arie des Zauberers Colas aus der Oper „Bastien und Bastienne“ von Wolfgang Amadeus Mozart. So zeigte der Bassist, der am Landestheater Niederbayern arbeitet, wie sehr der Beruf des Sängers schauspielerisches Talent erfordert. Mit der innigen und ergreifenden „Widmung“ von Robert Schumann in der Bearbeitung von Franz Liszt faszinierte anschließend Julia Rinderle die Schülerinnen und Schüler. An „Die Stadt“ von Franz Schubert und „Odins Meeresritt“ von Carl Loewe demonstrierten die beiden Musiker wie sehr die Musik den Text ausgestalten und illustrieren kann. So nahmen Meister Oluf und der stattliche Reiter immer mehr Gestalt an, Adler flogen mit virtuosen Arabesken am Klavier durch die Luft und der Rappe des Reiters galoppierte förmlich durch den Raum. Damit die wunderbare neue Welt auch weiter in den Kindern nachklingt, verlosten Julia Rinderle und Oscar Marin-Reyes in einem kleinen Abschlussquiz an die eifrig miträtselnden Mädchen und Jungen eine Eintrittskarte für eine Oper am Landestheater Niederbayern.

Danke für diese spannende, erlebnisreiche und wunderschöne Reise in die faszinierende Welt der Musik!

Martina Raab