Das Spiel mit dem Körper –
Theaterworkshop mit Susanne Carl für die Talentklasse „Theater“ der Dreiflüsse-Realschule: „Sein, wie sonst nicht!“ und „Große Emotionen zeigen!“ stand im Theaterworkshop mit Susanne Carl, einer Grenzgängerin zwischen bildender und darstellender Kunst aus Nürnberg, auf dem Stundenplan. Dieser intensive und bereichernde Unterricht fand an zwei Halbtagen für die Schülerinnen und Schüler der Talentklasse „Theater“ an der Dreiflüsse-Realschule statt. Organisiert von Theaterlehrerin Martina Raab, wurde der Workshop durch das Preisgeld des Bayerischen Staatspreises für Theaterarbeit ermöglicht, den die Dreiflüsse-Realschule Ende des letzten Schuljahres erhalten hatte. Unter der Anleitung der renommierten Theaterpädagogin Susanne Carl arbeiteten die Teilnehmer mit neutralen Masken und roten Nasen, um den körperlichen Ausdruck von Emotionen zu erforschen und zu vertiefen.
Kreativität und Ausdruckskraft
Der Workshop begann mit der Erkundung des eigenen Körpers und dem Ausloten stimmlicher Ausdrucksmöglichkeiten in Form von Geräuschen. Schritt für Schritt lernten die jungen Schauspieler, im Spiel aufeinander zu achten, zu reagieren und auch Stille auszuhalten. Im Umgang mit neutralen Masken, die keine sichtbare Mimik erlaubten, mussten sich die 11 Mädchen und Jungen ganz auf ihre Körperhaltung und Gestik konzentrieren. Diese Technik förderte nicht nur die Kreativität, sondern auch das Bewusstsein für die eigene Körpersprache.
Die Kinder zeigten ein bemerkenswertes Engagement und große Spielfreude. Durch verschiedene Übungen und Spiele lernten sie, Emotionen wie Freude, Trauer, Wut und Überraschung ausschließlich durch ihre Körpersprache auszudrücken. Die Clownsnase, also das Spiel mit der roten Maske, half ihnen, aus ihren Alltagsrollen auszubrechen und in neue Rollen zu schlüpfen. Das Experimentieren mit Hoch- und Tiefstatus erzeugte gezielt Situationskomik und provozierte das ausdrücklich erwünschte Lachen übereinander.
Teamarbeit und Gemeinschaft
Ein zentraler Aspekt des Workshops war die Teamarbeit. Die Schüler arbeiteten in Tandems oder Gruppen, um Übungen auszuprobieren und kleine Szenen zu entwickeln. Diese Zusammenarbeit förderte nicht nur den sozialen Zusammenhalt, sondern auch das gegenseitige Vertrauen. Die Kinder unterstützten und inspirierten einander.
Fazit
Der Theaterworkshop war nicht nur eine hervorragende Gelegenheit für die Schülerinnen und Schüler, ihre schauspielerischen Fähigkeiten zu entwickeln, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Förderung von Kreativität und Teamgeist. Dank des Bayerischen Staatspreises für Theaterarbeit konnte dieses inspirierende Projekt mit Susanne Carl realisiert werden, das sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch Theaterlehrerin Martina Raab nachhaltig motivierte.


