Auszeit vom Schulalltag – Probenzeit fürs Theater – Drei Probentage lang haben sich die Schauspieler der Theatergruppe der Dreiflüsse-Realschule intensiv mit dem Thema „Zeit“ auseinandergesetzt. Ausgehend von dem Stück „Time out“ von Christina Kettering, einem Spiel um Geschwindigkeit, entwickelten die Schüler zusammen mit ihrer Spielleiterin Martina Raab verschiedene Szenen. Wer kennt das nicht? Manchmal fühlt sich Zeit an wie ein sich ewig dehnender Kaugummi, dann wieder vergeht sie wie im Flug oder viel zu schnell. Woran liegt das? Klar, der Bus wartet nicht, die Schule beginnt um 7:50 Uhr, Unterrichtsstunden dauern 45 Minuten. Nachmittage schrumpfen nach der Hausaufgabenzeit auf zwei Stunden Freizeit zusammen, ins Bett geht es auch schon wieder um acht Uhr. Wer da nicht schnell ist, hat schon wieder etwas verpasst. Unerbittlich schreitet die Zeit voran. Was aber, wenn man nicht mitkommt, lieber seinen Gedanken – egal ob schwer oder zart – nachspüren möchte und einfach mal abwarten will. Muss man wirklich rund um die Uhr funktionieren?
Viel Körperarbeit und –einsatz ist erforderlich, um das Spiel mit der Zeit interessant und abwechslungsreich zu gestalten. Mit Unterstützung von Theaterpädagogin Daniela Holler-Hartmann, die an der Passauer Schauspielschule, der Athanor-Akademie, tätig ist, haben die Jungen und Mädchen eifrig verschiedene Handlungen in Zeitlupe oder Zeitraffer umgesetzt. Dabei entdeckten sie, wie wichtig präzises und exaktes Handeln ist, damit Bewegungen klar erkennbar und für den Zuschauer lesbar werden.
Einen Ausschnitt aus der teilweise poetischen, teilweise witzigen Performance „Time out“ können Interessierte bereits am Tag der offenen Tür der Dreiflüsse-Realschule am 13. März anschauen.
Martina Raab



