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Wildbienen zurück im Schulgarten

Umwelt‑AG der Dreiflüsse‑Realschule feiert erfolgreiches Projekt – Bei strahlendem Frühlingswetter durfte die Umwelt‑AG der Dreiflüsse‑Realschule ein besonderes Ereignis feiern: Die jungen Rostroten Mauerbienen, die den Winter im Kühlschrank verbracht hatten, kehrten in den Schulgarten zurück. Bereits im vergangenen Jahr hatte Familie Wittek, deren Sohn aktiver Teil der Umwelt-AG ist, der Schule die ersten Wildbienen zur Verfügung gestellt und das Projekt seitdem tatkräftig begleitet. Mit großem Erfolg: Nach der Sommersaison fanden die Schülerinnen und Schüler im Wildbienenschutzhaus rund hundertsechzig verpuppte Larven vor – ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich die Bienen im Schulgarten wohlfühlen. Über die Wintermonate wurden die empfindlichen Kokons im Kühlschrank der Familie Wittek gelagert, wo konstante Temperaturen ein sicheres Überwintern ermöglichen. Nun war es endlich so weit: Die Kokons mit den vollentwickelten Wildbienen konnten wieder in ihr Zuhause auf dem Schulgelände umziehen.

Herr Wittek erklärte der Umwelt‑AG anschaulich, was das Besondere an der Rostroten Mauerbiene ist und wie sich diese Art von der bekannten Honigbiene unterscheidet. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren unter anderem, dass Wildbienen in der Regel keine Staaten bilden, sehr friedfertig sind und eine beeindruckende Bestäubungsleistung erbringen können. Bis zu 2500 Blüten am Tag besuchen die kleinen Nützlinge – ein enormer Beitrag für den Erhalt der Pflanzenvielfalt. Mit neugierigen Blicken verfolgten die Kinder den Vortrag und staunten über die Bedeutung dieser unscheinbaren, aber äußerst wichtigen Tiere. Für den Schulgarten bedeutet die Rückkehr der Bienen nun vor allem eines: Es muss wieder reichlich Nahrung her. Deshalb wollen die Mitglieder der Umwelt‑AG in den kommenden Wochen und Monaten dafür sorgen, dass der Garten die idealen Lebensbedingungen für die neuen „Gäste“ bietet.

Am Ende des informativen Nachmittags bedankte sich Karin Fuchs, die Leiterin der Umwelt‑AG, herzlich bei Familie Wittek für ihr großes Engagement. Ohne deren Unterstützung wäre das erfolgreiche Wildbienenprojekt in dieser Form nicht möglich gewesen. Der Schulgarten der Dreiflüsse‑Realschule zeigt damit einmal mehr, wie praktischer Naturschutz aussehen kann – lebendig, lehrreich und voller Begeisterung.

Karin Fuchs