Marion Katzbichler übernimmt das Ruder

Amtseinführung der neuen Schulleiterin an der Dreiflüsse-Realschule

Reichlich beschenkt wurde Marion Katzbichler bei ihrer offiziellen Amtseinführung als Schulleiterin der Dreiflüsse-Realschule. Im Schuljahr 2020/2021 wechselte ihr Vorgänger, Andreas Schaffhauser, als Schulleiter nach Osterhofen. Zunächst hatte Katzbichler die Schulleitung kommissarisch inne, seit 1. August 2021 ist sie offiziell im Amt. Nur eine feierliche Amtseinführung fehlte noch, diese wurde nun nachgeholt.

Konrektor Franz Stempfer sowie die Schülersprecher Henry Adu und Kitti Pelikan bedienten sich in ihren Ansprachen an Bildern des für die ehemalige Leistungssportlerin Marion Katzbichler so wichtigen Rudersports. Stempfer bezeichnete Katzbichler als „Steuerfrau“, mit der der „Dreiflüsse-Achter“ Fahrt aufgenommen habe. Der Konrektor überreichte Katzbichler ein Steuerrad: „Deine Mannschaft steht geschlossen hinter dir.“

Schülersprecherin Kitti Pelikan ergänzte: „Bleiben Sie, wie Sie sind und sehen Sie Ihre Aufgabe weiter sportlich“. Von den Schülersprechern bekam Katzbichler ein gerahmtes Bild eines Ruderboots geschenkt.

Einen Kompass überreichte Manfred Brodschelm, Ministerialbeauftragter für die Realschulen in Niederbayern. Er wies darauf hin, dass sich Marion Katzbichler in ihrem Amt ja quasi schon bewährt habe. „Frau Katzbichler hat es sich zugetraut und sich mit Selbstvertrauen dieser Aufgabe gestellt.“ Er blickte auch in den Lebenslauf der Vilshofenerin, die in Passau studiert hat und lange Zeit an der Staatlichen Realschule Plattling tätig war. Brodschelm: „Die Welt braucht mehr als nur Menschen, die sich um sich selber drehen. Sie braucht Vorbilder.“ Mit Katzbichler und ihrem unermüdlichen Engagement habe man sicher die Richtige für den Posten der Schulleitung gefunden. OB Jürgen Dupper als Vertreter des Sachaufwandsträgers der Schule dankte dem Personal an der Schule für deren Leistung. An Katzbichler gewandt sagte er: „Machen’s es gut, passen’s auf auf sich, lassen’s sich von der Stadt nicht ärgern (…).

Dupper wies auch darauf hin, dass die Amtseinführung der neuen Schulleiterin auf den Tag der Jubiläumsfeier der Queen gefallen sei. „Hier wird auch eine Queen inthronisiert“, scherzte er. Wirklich „inthronisiert“ mit Passauschirm, Erdball und englischem Hutschmuck wurde die neue Schulleiterin schließlich unter viel Applaus aus dem Publikum von Karin Fuchs, der Vorsitzenden des Personalrats. „Wir freuen uns, Sie erste Schulleiterin der Realschule Passau nennen zu dürfen“, sagte sie.

Eine Schultüte als verspätetes Willkommensgeschenk erhielt Katzbichler von der Elternbeiratsvorsitzenden Beate Moosbauer. Katzbichler habe in einer Zeit, in der wegen Corona nicht alles nach Plan lief und sie selbst ins kalte Wasser geworfen wurde, souverän die Leitung übernommen und das Boot über Wasser gehalten. „Ich bin sicher, dass die Dreiflüsse-Realschule mit Ihnen die beste Nachfolge für die Schulleitung gefunden hat“, sagte auch Michael Pilzer, Vorsitzender des Fördervereins. Annika Indra, Seminarsprecherin, bedankte sich im Namen der Referendare für Katzbichlers Einsatz, auch als Seminarleiterin.

In ihrer eigenen Ansprache bediente sich die neue Schulleiterin ebenfalls der Rudersprache. „Attention, go“ habe es plötzlich geheißen, als sie kommissarisch zur Schulleiterin wurde. „Und die Schlagzahl war von Anfang an hoch.“ Sie blickte unter anderem auf die Digitalisierung, die als ein neuer Stützpfeiler der Schule hinzugekommen sei. Ihr sei es ein Anliegen, den Schülern „soziale, lebensbejahende Kompetenzen mitzugeben“, sagte sie, bevor sie sich bei den Wegbegleitern und        -bereitern, der Stadt, ihrer Familie und den Schülern bedankte, die die Feier musikalisch begleiteten.

Die Klasse 5C, die Schulband, die Gruppe „Musizieren trotz Corona“ sowie Hanna und Leonhard Peschl hatten die Gäste, darunter unter anderem die Stadträtin Sissi Geyer, Schulamtsdirektor Werner Grabl, ehemalige Schulleiter und Schulleiter aus Stadt und Landkreis Passau, während der Redepausen unterhalten.

PNP

Schüler gestalten ein neues Kleid für Dackel Waldi

Dreiflüsse-Realschule nimmt an der Parade zum Jubiläum der Olympischen Spiele in München teil

In den letzten Wochen malten und zeichneten die Schüler und Schülerinnen heimlich zu Hause an ihren Entwürfen zum Wettbewerb „Olympia Waldi 2.0“. Der Dackel Waldi diente nämlich bei den Olympischen Spielen 1972 in München als Maskottchen. Er wurde von dem Gestaltungsbeauftragten der Spiele, Otl Aicher, entworfen und war das erste offizielle Olympia-Maskottchen. Ganz München war im Waldi-Fieber und es gab diverse Fanartikel, vom Anstecker über den Schlüsselanhänger bis zum Dackel zum Nachziehen für die Kinder in den Farben gelb, orange, grün, hell- und dunkelblau. Fröhliche Farben, die dem Regenbogen nachempfunden sind.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Olympischen Spiele richtet die Stadt München diverse Veranstaltungen aus, mit denen dieser sportliche Höhepunkt gefeiert wird. Natürlich darf Maskottchen Waldi hier nicht fehlen. Passau zählt sich nun nicht nur zu den glücklichen Städten, die sogar ein Dackel-Museum aufweisen, vielmehr hat die Dreiflüsse-Stadt aktiv an den Spielen teilgenommen, weil das Dreiflüsse-Stadion als Austragungsstätte für einige Vor- und Zwischenentscheidungen des Olympischen Fußballturniers 1972 diente.

Diese Zusammenhänge brachten die allseits bekannten Dackelfreunde Seppi Küblbeck und Oliver Storz auf die Idee, die Dreiflüsse-Realschule um Mitwirkung bei der Gestaltung eines „neuen Kleides für ihren Riesendackel“ aus Pappmache zu bitten. Gesagt, getan. Einst im gestreiften Dackeldesign wird der Dackel „Olympia Waldi 2.0“ nicht nur um ein Vielfaches größer als das Original, sondern er bekommt ein neues Kleid, das das Thema Olympische Spiele sehr schön zur Geltung bringt.

Nach eingehender Prüfung der 16 Entwürfe, die es in die engere Auswahl schafften, stand für die Jury schnell fest, dass diese Einreichung die Anforderungen der Aufgabe perfekt erfüllt. Das Gewinner-Design, das auf den Riesendackel übertragen wird, stammt von Noah Kolm aus der Klasse 7a. Der Schüler der Dreiflüsse-Realschule darf zusammen mit der Schulfernsehgruppe PengTV, die diesen kulturellen Höhenpunkt medial begleitet, am 2. Juli 2022 an der großen Parade anlässlich des Festivals des Spiels, des Sports und der Kunst in München teilnehmen und mit vielen weiteren Dackeln und natürlich Prominenten aus Sport und Kultur von der Innenstadt zum Olympiapark ziehen.

Die 16 besten Entwürfe erhielten aber auch sehr schöne Dackel-Geschenke von Seppi Küblbeck und Oliver Storz, die mit ihren Dackeln Moni, Blümchen und Klein-Seppi auch Teil der Jury waren. Die Schüler und Schülerinnen durften sich über Dackelsocken, Armbänder, Halstücher und eine Einladung ins Dackelmuseum freuen. Ende Mai wird eine Gruppe von Schülern, die von Kunstlehrerin Alexandra Gastinger ausgewählt werden, die von der Firma Brillux gesponsorten Farben auf den Dackel auftragen, eine sicherlich sehr spannende und aufregende Arbeit, auf deren Ergebnis die ganze Schulfamilie sehr gespannt ist.

Susanne Riederer

Golf am Panorama-Golfplatz in Fürstenzell

Hole in one in spe…

Nach zweijähriger Pause konnte das Wahlfach Golf an der Dreiflüsse-Realschule endlich wieder durchgeführt werden. Der neue „Professional Trainer“ Mike Watts gestaltete selbst die Übungseinheiten auf der Clubanlage. Seine erfrischend humorvolle Art und die golftechnischen Fertigkeiten bei den Technikdemonstrationen begeisterten die Schülerinnen und Schüler in hohem Maße.

Wie bereits in den Kursen der Vorjahre zeigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer große Begeisterung im Umgang mit der komplexen Technik. Umso größer war die Freude, wenn der Schwung gelang und der kleine weiße Ball auf der gewünschten Flugkurve den Schlägerkopf verließ.

Besonders schön anzusehen waren die Fortschritte bei allen Jugendlichen. Auch beim Golf, wie in so vielen Sportarten, kristallisierten sich für die einzelnen Schüler bestimmte Lieblingsschläge bzw. -distanzen schnell heraus. Manche zeigten besonderes Talent beim Putten, anderen lag es mehr, die Bälle mit dem 7er Eisen an die 100m abzuschlagen.

Meist traumhaftes Wetter auf einer besonders schönen Anlage und stetige Fortschritte bei der Schlagtechnik, all das hinterließ bei den Schülern mit Sicherheit unvergessliche sportliche Eindrücke.

Daniel Brandstetter

Wahlfach Beachvolleyball – Turnier bei traumhaftem Wetter

Turnier bei traumhaftem Wetter

Im Rahmen der Beachvolleyball-Stadtmeisterschaften durften unsere Schülerinnen und Schüler endlich wieder auf der Anlage im Passauer Erlebnisbad das wunderbare Gefühl dieser Sportart spüren. Auch wenn der Stadtmeistertitel an die Gegnerinnen und Gegner vom Adalbert-Stifter-Gymnasium ging, war es nach langer Wettkampfpause ein ganz besonderes Erlebnis. Vor allem für die teilnehmenden Schüler aus den 10. Klassen bot sich die letzte Möglichkeit, auf Schulebene an den beliebten Wettkämpfen teilzunehmen.

Vielen Dank an die Schülerinnen und Schüler, die große Bereitschaft und tollen Einsatz an den Tag gelegt haben, damit dieser Wettbewerb überhaupt auf diese Art stattfinden hat können.

Daniel Brandstetter

Gelungene Gemeinschaftstage in Saldenburg

Ritter Tuschl auf den Fersen

Endlich war es wieder soweit – nach zwei Jahren ohne gemeinsame Klassenfahrt durften sich die drei sechsten Klassen der Dreiflüsse-Realschule auf die Gemeinschaftstage auf der Burg in Saldenburg freuen.

Aufgeregt und voller Vorfreude starteten die fast 90 Schülerinnen und Schüler am Mittwochmorgen zu drei spannenden Tagen. Und die Erwartungen wurden erfüllt. Viel Zeit zum Spielen und das Gemeinschaftsgefühl stärken, aber auch tolle Erlebnisse im Freien standen auf dem Programm.

Der erste Weg führte aber nicht direkt nach Saldenburg, sondern man machte einen Abstecher in den Nationalpark Bayerischer Wald in Neuschönau. Bei einer Wanderung durch das Tierfreigelände konnte man eine Vielzahl an Tieren beobachten. Neben Hirschen und Wildschweinen ließ sich hierbei auch der Braunbär sehen. Anschließend erklomm man noch den Baumwipfelpfad sowie das Baum-Ei, sodass man einen traumhaften Überblick über den Bayerischen Wald erhielt.

Nach diesem Erlebnis ging es dann Richtung Saldenburg. Nachdem alle das Zimmer bezogen und sich beim Abendessen mit leckeren Spaghetti gestärkt hatten, ließ man den Tag bei einem Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows ausklingen.

Weitere Highlights folgten dann am Donnerstag. Durfte eine Gruppe bei der Burg-Wald-Olympiade ihre Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Kreativität im angrenzenden Burgwald bei verschiedenen Stationen unter Beweis stellen, wurde der zweiten Gruppe die alte Kunst des Feuermachens mit und ohne Streichholz beigebracht.

Im zweiten Teil des Tages machten sich dann alle auf zu einer kleinen Wanderung rund um den Ort Saldenburg. Der Höhepunkt des Ganzen war aber dann der Saldenburger Badesee mit dem Piratenschiff und Flying Fox. Bei heißen Temperaturen nutzten die 6. Klässler die willkommene Abkühlung und tobten sich im kühlen Nass aus.

Abgeschlossen wurde der Tag dann mit einem Lagerfeuer sowie verschiedenen Outdoor-Spielen.Nachdem am Freitagmorgen die Zimmer gereinigt und das Gepäck verstaut war, ging es wieder zurück nach Passau.Am Ende waren sich alle einig, dass die drei Tage Schullandheim viel zu schnell vorbei waren.

Aussagen wie „Die Wanderungen waren cool!“, „Das Essen war sehr lecker!“, „Das Feuermachen hat mir Spaß gemacht. Jetzt weiß ich, was ich dazu brauche!“ oder „Ich fand das Zusammensitzen am Lagerfeuer sehr schön!“ zeigen, dass es rundum gelungene Tage waren.

Astrid Gibis

Kennenlerntage der 5. Klassen

„Wie weit is denn na?“

Besonders in diesem Schuljahr fieberten unsere kleinsten Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen nach den pandemiebedingten Einschränkungen dem dreitägigen Schullandheimbesuch entgegen. Die gemeinsamen Tage sind dazu da, dass sich die aus verschiedenen Schulen zusammengewürfelten Neuankömmlinge besser kennenlernen und sich eine Klassengemeinschaft entwickelt. Ende April war es endlich so weit: Von Mittwoch bis Freitag begaben sich die Klassen 5a, 5b und 5c begleitet von Herrn Baumann, Frau Maier, Frau Gastinger, Herrn Lang, Frau Kreuzer und Herrn Menrath ins Schullandheim nach Habischried bei Bischofsmais. Nachdem die erste Hürde des Bettenbeziehens geschafft war, starteten die Klassen gleich am Mittwoch zur Wanderung zum Teufelstisch. Zahlreiche weitere Aktivitäten, Spiele und Wettbewerbe sorgten in den drei Tagen für ein gemeinschaftliches Gefühl und wenig Zeit für Heimweh. Große Highlights waren der von den Schülerinnen und Schülern selbst gestaltete bunte Abend mit anschließender Mini-Disco und die Schullandheim-Rallye. Vor allem aber beim Spaghettiturm-Bau packte die einzelnen Teams der Ehrgeiz, mit den vorhandenen Materialien den höchsten aller Türme zu bauen. Natürlich war auch genügend Freizeit vorhanden, um Fußball, Tischtennis und Airhockey zu spielen oder die Klassenkameradinnen und Klassenkameraden noch besser kennenzulernen. Abgerundet wurde die Klassenfahrt mit einer kleinen Siegerehrung. Mit vielen schönen Eindrücken und Erlebnissen kehrten die Schülerinnen und Schüler nach drei spannenden Tagen am Freitag wieder nach Passau zurück.

Sonja Kreuzer

Endlich wieder Abschlussfahrt

Studienfahrt der 10. Klassen der Dreiflüsse-Realschule Passau nach Berlin

Nach 2 Jahren ohne jegliche Studienfahrt sitzen nach den Osterferien knapp 90 Zehntklässlerinnen und Zehntklässler der Dreiflüsse-Realschule zusammen mit ihren Lehrkräften Martin Handlos, Karin Fuchs, Susanne Riederer, Karin Rudzitis, Petra Anetsmann, Marc-Andree Hennekes und Florian Berger in den Bussen nach Berlin. So viele Veranstaltungen wurden abgesagt, so viele Höhepunkte im Schulleben konnten nicht stattfinden, so viele versäumte Erfahrungen. Aber jetzt, nach Monaten des Wartens, des Hoffens und Daumendrückens ist der Abreisetag zur Berlinfahrt da – und ein interessantes Programm wartet auf die Reisegruppe.

Der erste Halt – der Himmel zeigt sich passend grau – ist das ehemals entlang der deutsch-deutschen Grenze geteilte Dorf Mödlareuth. In der dortigen Ausstellung ist der Schrecken des kalten Kriegs lebendig geblieben. Nur sehr wenige Fotos werden gemacht, dafür deutlich mehr Fragen gestellt und beantwortet.

Dann Berlin. Bei großartigem Wetter wird das ebenso großartige zentral gelegene Jugendhotel bezogen, bevor die ersten Schritte in der Großstadt gegangen werden. Die nächsten Tage vergehen wie im Flug: Das Brandenburger Tor und die Gedenkstätte Hohenschönhausen werden besichtigt, dazu können die Schüler noch Ziele nach eigenen Interessen auswählen: das Olympiastadion, diverse Museen, der Teufelsberg oder der Wannsee werden gemeinsam mit Lehrkräften angesteuert.

Auch das Vergnügen kommt nicht zu kurz: Besuche im Berlin Dungeon und im Jump House sowie ein gemeinsamer Diskoabend runden das Programm ab. Die Lehrer organisieren für den letzten Abend noch auf die Schnelle einen Besuch im Reichstag (der Besuchergruppen jetzt doch wieder offen steht), und so stehen am letzten Abend die Abschlussschüler unter dem Glasdach der Reichstagskuppel und lassen die vergangenen Tage Revue passieren. Schee war’s!

Marc-Andree Hennekes

Können wir die Welt FAIRändern?

Projekt im Geographieunterricht der Klasse 8A

Vielleicht können wir nicht gleich die ganze Welt verändern. Mit entsprechenden Verhaltensänderungen, sei es im Konsumverhalten oder im persönlichen Einsatz für mehr weltweite Gerechtigkeit, können wir aber durchaus die Auswirkungen unseres Handelns, vor allem für die Menschen in den Ländern des globalen Südens, beeinflussen.

So fragten sich auch die Schüler der Klasse 8a im Geographieunterricht: „Was ist fair?“ und „Ist es fair, dass viele Kinder nicht in die Schule gehen, weil sie den ganzen Tag für einen sehr geringen Lohn Kakaobohnen ernten?“ Sicherlich nicht! Wie im Gegensatz dazu fairer Handel aussehen kann, erfuhren die Jugendlichen auf sehr anschauliche Weise durch den Parcours „RundumFAIR“, der im Eine-Welt-Laden Vilshofen ausgeliehen wurde. An den Stationen „Handy”, „Baumwolle”, „Fußball”, „Kakao” oder „Banane” erhielten die Schüler Einblicke in globale Zusammenhänge, die zum Nachdenken der eigenen Konsumgewohnheiten anregten. Wo kommt eigentlich meine Jeans her und wer hat sie wie gemacht? Was steckt in meinem Smartphone und wieso soll ich es nicht einfach in den Müll schmeißen oder in der Schublade liegen lassen?

Für die Menschen, die maßgeblich an der Produktion unserer Jeans, unserer T-Shirts, unserer Schokolade beteiligt sind, macht es durchaus einen Unterschied, ob wir auf das Fairtrade-Siegel achten oder nicht. Der faire Handel bietet für sie nämlich eine Chance zu einem besseren Leben, indem er unter anderem für bessere Arbeitsbedingungen und gerechtere Löhne sorgt.

In einer abschließenden Reflexionsphase wurde uns allen bewusst: Wir können Teil der Lösung sein!

Karin Fuchs

Bachpaten im Einsatz

Schüler der Dreiflüsse-Realschule beim Rama Dama am Steffelmühlbach

„Ja, da machen wir mit!“, waren sich die Schüler der Klasse 5b schnell einig. Und so unterstützten einige freiwillige Fünftklässler die kleine Gruppe der Umwelt-AG, um „ihren“ Bach von allerlei Unrat zu befreien. Zwei Corona-Jahre lang verstummte der Ruf der Stadt Passau, die gemeinsame Landschaftssäuberungsaktion durchzuführen. Heuer war es nun endlich wieder so weit. Ausgerüstet mit Handschuhen und Müllsäcken ging es an einem Montagnachmittag nach Unterrichtsende zur Steinbachstraße, von wo aus man nach einem kurzen Fußmarsch zum Bach gelang. Gestärkt durch eine gemeinsame Brotzeit, die vom Umweltamt der Stadt gesponsert wurde, hieß es dann auf zum „Frühjahrsputz“. Bei sonnigem Wetter erkundeten die Schüler zunächst mit großem Eifer ihren Bach und sammelten den Müll ein. Dabei scheuten die Schüler keine Mühen; balancierten mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg über Steine und umgefallene Bäume, um die Uferbereiche beiderseits des Bachlaufs zu durchforsten. Bei Feindkontakt mit Brennnesseln und Spinnen mag wohl der ein oder andere sein „Ja“ zur guten Sache schon verteufelt haben. Erfreulich zu sehen war, dass die Uferstreifen im Vergleich zu vorhergehenden Jahren nur wenig vermüllt waren. Was allerdings an neuer „Müllsorte“ hinzukam, ist sicherlich nicht schwer zu erraten: Coronamasken aller Couleur.

Karin Fuchs

Eine Institution geht in Rente

Reinigungskraft Sieglinde Lang von der Dreiflüsse-Realschule Passau in den Ruhestand verabschiedet

„Wie geht es denn Ihrem Hund?“ oder „Haben Sie schon gesehen, wie gut die Blumen im Arbeitsraum wachsen und gedeihen? Ich habe einen neuen Dünger besorgt.“ Auf solche Fragen und noch viele mehr dieser Gespräche konnte man sich tagtäglich verlassen, wenn Sieglinde Lang ihren Dienst als Reinigungskraft versah und mit dem Besen um die Ecke kam. Es konnte auch einmal sein, dass man mit einem Augenzwinkern gerügt wurde, weil man bei der Brotzeit zu viele Brösel hinterlassen hatte. Während Sie den Staublappen und den Wischmopp schwang, hatte Sie immer ein offenes Ohr für Schüler, Lehrkräfte, die Sekretärinnen und die Schulleitung. Seit 13 Jahren sorgte Sieglinde Lang für Sauberkeit und Ordnung im Schulzentrum. Aufgrund ihres offenen und humorvollen Wesens war sie überall bekannt und allseits beliebt bei der gesamten Schulfamilie der Dreiflüsse-Realschule Passau.

Aber nicht nur die Sauberkeit war ihr Steckenpferd, nein, sie war auch unsere „Blumenfee“, kümmerte sich um jeden noch so kleinen Blumenstock mit voller Hingabe und rettete so manche Pflanze vor der Biotonne. Ihr ganzer Stolz war es, wenn jede Pflanze wieder in voller Herrlichkeit erstrahlte.

Neben den Blumen sind Hunde ihre Leidenschaft. Jederzeit konnte man sich einen Tipp zur Hundeerziehung oder zum besten Futter besorgen. Sie selbst ist stolze Hundebesitzerin und hat sich in den letzten beiden Jahren auch um den Hund der Schulleiterin Marion Katzbichler angenommen, der einmal in der Woche mit in der Schule dabei ist. Der Welshterrier Roxy ist Frau Lang richtig ans Herz gewachsen. „Nicht nur ich habe mich ab 16.30 Uhr, wenn Frau Lang zum Saubermachen in mein Büro kam, auf einen kleinen Ratsch gefreut, sondern vor allem auch Roxy konnte es donnerstags kaum erwarten, bis ihr „Leihfrauchen“ zur Tür hereinkam“, so Schulleiterin Marion Katzbichler.

Es kam auch immer wieder mal vor, dass sich Schüler aus der Nachmittagsbetreuung davongeschlichen haben, um sich mit Frau Lang zu unterhalten und ihr in den Klassenzimmern zur Hand zu gehen, weil sie sie einfach so gern mochten. Meistens fiel das Fehlen der Schüler recht schnell auf und sie mussten wieder zurück, um ihre Hausaufgaben zu machen.

Die Schulfamilie wird die „Reinigungsperle“ sehr vermissen, denn vom kleinen Ratsch über die aktuellen Neuigkeiten bis hin zum Blumen- und Haustiertipp war Sieglinde Lang eine Institution an der Realschule Passau. Herzlichen Dank für die schöne Zeit!

Marion Katzbichler