Kunstunterricht daheim …

Schüler der Dreiflüsse-Realschule Passau bauen Schneefiguren

Der Wetterbericht meldet heftigen Schneefall für die nächsten Tage. Der Kunstlehrkraft der Dreiflüsse-Realschule Passau Alexandra Gastinger hat dazu sofort die perfekte Hausaufgabe fürs Homeschooling. Die Schülerinnen und Schüler der Dreiflüsse-Realschule Passau sollen im Rahmen des Kunstunterrichts Figuren aus Schnee gebaut.

So stand der Kunstunterricht letzte Woche ganz im Zeichen des herrlichen Winterwetters und des Schnees. Der konkrete Auftrag lautete: „Baue eine Figur aus Schnee – Sei kreativ!“ Und das können die Schülerinnen und Schüler. Auch für die Kinder ist es in dieser Zeit der erneuten Phase des Distanzunterrichts wichtig, neben den vielen digitalen Aufgaben am Computer, auch auf die Gesundheit zu achten und das geht am besten an der frischen Luft.

Alexandra Gastinger bekam wunderschöne und überaus kreative Ergebnisse übermittelt und die Schülerinnen und Schüler hatten ebenfalls eine Menge Spaß daran. Hier eine nur kleine Auswahl der schönsten Ideen.

Alexandra Gastinger

Das Nibelungenlied

Das Nibelungenlied als Ferienprojekt
Fünf Schülerinnen und Schüler der Dreiflüsse-Realschule beteiligen sich am Passau-Projekt

Trotz der schwierigen Unterrichtssituation im Dezember, zuerst Wechselunterricht – dann Distanzunterricht, beteiligten sich fünf Neuntklässler der Dreiflüsse-Realschule in den vorgezogenen Weihnachtsferien am Passau-Projekt der Europäischen Wochen.

„Das „Passau-Projekt“ ist eine Lesung des kompletten Nibelungenliedes, zusammengeschnitten aus vielen Videos von Freiwilligen. Rund 10000 Verse, 2500 Strophen – das Nibelungenlied ist ein spektakuläres, großformatiges Heldenepos rund um Liebe, Leiden, Verführungen und Verschwörungen. Vor mehr als 800 Jahren entstand das Werk vermutlich in Passau. Nun soll es im „Passau-Projekt“ wiedererstehen.“, so der Aufruf der Europäischen Wochen.

So setzten sich Lorena Gattuso, Angelina Horst, Timon Huber, Mark Schulz und Emily Winter aus der Klasse 9d im Vorfeld der Lesung unterstützt von ihrer Lehrerin Martina Raab mit der Textfassung aus dem Jahr 1827 auseinander. Trotz der „modernen“ Übersetzung des mittelhochdeutschen Textes waren manche Begriffe und Ausdrücke des Simrock-Textes den Jugendlichen nicht geläufig.

Nach genauer Durchsicht, in denen die Verse den Protagonisten entsprechend auf verschiedene Leser aufgeteilt wurden, entstand die Aufnahme in den unfreiwilligen „Corona-Ferien“ mithilfe des Videokonferenz-Systems in Teams, zu dem jeder der Beteiligten einen Zugang über die Schule hat. Die jungen Sprecherinnen und Sprecher symbolisierten die verschiedenen Personen mit Bildern. So steht das Lindenblatt für Siegfried, die Speerspitze für Hagen, die Krone für Gunter, der Hochsitz für den Jäger und das Buch schließlich für den Erzähler.

Nun hoffen alle Beteiligten, dass die eingesprochene Passage bei den Verantwortlichen des Passau-Projekts Gefallen findet und in die Lesung des kompletten Nibelungenliedes aufgenommen wird.

Martina Raab

Spende Leukämiehilfe 2020

Miteinander – füreinander
Dreiflüsse-Realschule spendet den Erlös des digitalen Weihnachtskonzert
an die Leukämiehilfe Passau

Miteinander (virtuell) musizieren, um nicht nur sich selbst mit einem digitalen Weihnachtskonzert zu beschenken, sondern um dabei auch das Füreinander im Schulmotto der Dreiflüsse-Realschule zu bedenken, war bereits Ende Oktober die Idee von Schulleiter Andreas Schaffhauser und der Fachschaft Musik.

Mit dem digitalen Weihnachtskonzert bereiteten die 60 Musiker nämlich nicht nur Großeltern und Eltern eine kleine Freude, sondern auch Frau Evi Huber von der Leukämiehilfe Passau e.V. Sie nahm letzten Dienstag einen Scheck mit 500 € in Empfang, dem Erlös aus dem Verkauf der Zugangsberechtigungen für das digitale Weihnachtskonzert. Jonathan und Leonhard Schallmoser, die beide einen Videoauftritt zum Konzert beigetragen haben, überreichten stolz mit stellvertretender Schulleiterin Marion Katzbichler und Musiklehrerin Martina Raab die Spende. Dass die Dreiflüsse-Realschule gerade jetzt, wo es kaum Möglichkeiten für Spendenaktionen gebe, an die Leukämiehilfe denkt, freute Evi Huber besonders. „Miteinander – füreinander“, das Schulmotto wird von der Schulgemeinschaft gelebt. Viele Eltern, Schüler und Kollegen zahlten den „Eintrittspreis“ nicht nur, um das digitale Weihnachtskonzert besuchen zu können, sondern gerade auch um die Leukämiehilfe zu unterstützen.

Martina Raab

Spende Kinderschutzbund

Familien vor Ort helfen können
Dreiflüsse-Realschule Passau spendet 500 € an Kinderschutzbund

„Gerade jetzt, in der momentanen Situation ist es uns wichtig unsere langjährigen Partner zu unterstützen. Und dazu gehört der Kinderschutzbund Passau“, so stellvertretende Schulleiterin Marion Katzbichler. Normalerweise findet jedes Jahr ein Sponsorenlauf und ein Sozialer Tag an der Dreiflüsse-Realschule statt, aber 2020 war ja leider alles anders. Mit dem „erlaufenen Geld“ aus dem Sponsorenlauf und dem Geld das, die Schülerinnen und Schüler bei Betrieben und Einrichtungen am Sozialen Tag erwirtschaften, werden soziale Organisationen aus und um Passau unterstützt.

Obwohl der Lauf und der Soziale Tag dieses Jahr der Pandemie zum Opfer fielen, konnte Julia Stern, Vorsitzende des Kinderschutzbundes, trotzdem eine Spende von 500 € entgegennehmen und bedankte sich herzlich für die erneute Zuwendung durch die Dreiflüsse-Realschule Passau und deren langjährige Treue. Frau Stern betonte wie wichtig die Unterstützung des Kinderschutzbundes sei und dass das gespendete Geld wirklich bei den bedürftigen Familien und Kindern vor Ort ankomme und sie sich sehr über das Engagement der Schülerinnen und Schüler der Realschule Passau freue. „

„Mit eurem Geld können wir Familien tatsächlich auch mit Essen unterstützen, wenn am Ende eines Monats dafür nicht mehr genug Geld zur Verfügung steht und das ist jetzt immer häufiger der Fall. Das Geld kommt also wirklich dort an, wo es benötigt wird“, erklärt Julia Stern den Schülersprechern Max Aulinger und Jonas Zerer (beide 10A), die stellvertretend für die Schülerschaft den Scheck übergaben. Unterstützt wurden die beiden von Verbindungslehrerin Petra Schmidt-Gilg, die für die Organisation des Spendenlaufs verantwortlich ist und der des ebenfalls ein Anliegen war, den Kinderschutzbund auch dieses Jahr zu unterstützen.

Marion Katzbichler

MINT-Verleihung 2020

Auszeichnung „MINT-freundliche Schulen“ und „Digitale Schulen“ in Bayern
Dreiflüsse-Realschule Passau zum dritten Mal MINT-freundliche Schule

München/Berlin, 04. Dezember 2020. 112 Auszeichnungen wurden im Dezember an Schulen in Bayern vergeben, davon 83 als „MINT-freundliche Schule“ und 29 als „Digitale Schule“. Es erhielten 14 Schulen das erste Mal die Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“ und weitere 69 Schulen wurden nach dreijähriger erfolgreicher MINT-Profilbildung erneut geehrt, darunter auch die Dreiflüsse-Realschule Passau. Darüber hinaus wurden 29 Schulen, davon 16 erstmals, als „Digitale Schule“ ausgezeichnet. Die Ehrung nahm die bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden von “MINT Zukunft schaffen!”, Thomas Sattelberger vor.

Die Ehrung der „MINT-freundlichen Schulen“ in Bayern steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK), die Ehrung der „Digitalen Schulen“ steht unter der Schirmherrschaft der bayerischen Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach und der Beauftragten der Bundesregierung für Digitalisierung, Staatsministerin Dorothee Bär.

Bayerns Digitalministerin und Schirmherrin der „Digitalen Schulen“, Judith Gerlach, erklärt: „Unsere Kinder und Jugendlichen wachsen in einer zunehmend digitalen Welt auf. Als Eltern, aber auch als Gesellschaft insgesamt muss unser Anspruch sein, dass wir die Kinder möglichst gut darauf vorbereiten. Die schulische Bildung kann hier den entscheidenden Beitrag leisten. Und genau das machen die ´Digitalen Schulen´ in vorbildlicher Weise. Sie vermitteln nicht nur digitales Wissen und digitale Fähigkeiten. Sie vermitteln vor allem das entsprechende Mind-Set und machen die Schülerinnen und Schüler damit fit für die digitale Zukunft.“

Kultusstaatssekretärin Anna Stolz: „Den MINT-Fächern und der Digitalisierung kommen eine Schlüsselrolle bei der Zukunftsgestaltung unseres Landes zu. Freude beim Experimentieren, Programmieren und Tüfteln sind entscheidend dafür, dass junge Menschen ihre mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Talente entfalten können. Ich freue mich daher ganz besonders, dass so viele bayerische Schulen mit den Auszeichnungen „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ heute eine besondere Bestätigung und Wertschätzung ihrer Arbeit erhalten. Mein Dank gilt allen Lehrkräften und Schulleitungen, die ihre Schülerinnen und Schüler dabei so großartig unterstützen und sie so fit für die Zukunft machen.“

„Die Corona-Krise hat im deutschen Bildungssystem für viel Sorge, aber auch für viel Bewegung gesorgt. Es gibt zahlreiche Lehrkräfte in Deutschland, die die Krise genutzt haben, um sich und die eigene Schule weiterzuentwickeln und zu digitalisieren. Nach dem Motto „Turning Desaster into Triumph“ haben die MINT-freundlichen Schulen ebenso wie die Digitalen Schulen – seit Jahren durch klare Arbeit vorbereitet – gezeigt, wie gute digitale Schule geht und wie wichtig das Zusammenspiel von MINT und Digitalisierung ist, um erfolgreich zu sein. Ich bin stolz, dass wir in Bayern 83 Schulen als „MINT-freundliche Schule“ und 29 als „Digitale Schule“ ehren können. Herzlichen Glückwunsch!“, so der Vorstandsvorsitzende der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“, Thomas Sattelberger.

Dr. Christof Prechtl, stv. Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e. V., betont: „Trotz der Corona-Pandemie und der heute wirtschaftlich schwierigen Lage braucht die bayerische Wirtschaft Fachkräfte aus dem MINT-Bereich, damit sich der Wirtschaftsstandort Bayern auch mittel- und langfristig positiv entwickeln kann. MINT-freundliche Schulen und Digitale Schulen begeistern Kinder und Jugendliche nicht nur für Technik – sie bereiten unseren Nachwuchs auch auf die Herausforderungen der Arbeitswelt von morgen vor und zeigen ihnen die eigenen Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten auf. Es ist für die vbw daher wichtig, diese Schulen für ihr Engagement zu ehren und sie auf diesem Weg noch weiter zu stärken.“

Wieland Holfelder, Google Germany, fügt hinzu: „Die Corona-Pandemie hat vieles in Bewegung gebracht, viel verdanken wir dem Engagement der Lehrkräfte an den Schulen – oft geht es über das normale Maß hinaus. Die von diesen Lehrkräften initiierte Ad-Hoc-Digitalisierung jetzt aufzugreifen und zu verstetigen, das ist eine große Aufgabe für alle Schulen. Die MINT-freundlichen Schulen und Digitalen Schulen haben das Mind-Set, sind offen für Neues und nehmen die Schulgemeinschaft bei der Entwicklung mit – und das in der Breite! Ich sage: Danke für diese tollen Vorbilder und herzlichen Glückwunsch allen.“

Das Jahr 2020 hat uns allen nochmals verdeutlicht, was für eine wichtige Rolle Digitalität in unserem Bildungssystem spielt. In der Covid-19-Pandemie erleben wir, dass Schulen sich stärker für die Chancen der digitalen Bildung öffnen. Sie wollen sich entwickeln und die eigene digitale Transformation vorantreiben. Um Schulen zu motivieren, ihr digitales Profil weiter zu schärfen und informatische Inhalte verstärkt in den Unterricht zu bringen, hat die Initiative »MINT Zukunft schaffen« die Auszeichnung „Digitale Schule“ ins Leben gerufen. Mit dem Signet soll das Engagement der Schulleitungen und Lehrkräfte gewürdigt und bestärkt werden, die sich für eine zeitgemäße Bildung in der digitalen Welt stark machen.

Das Zusammenspiel zwischen Digitalisierung und Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) hat sich ebenfalls für die Schulentwicklung in der Covid-19-Krise als entscheidend herausgestellt. Die heute ausgezeichneten »MINT-freundlichen Schulen« zeigen, dass sie mit ihrem schulischen Konzept in der Lage sind, Ad-Hoc-Maßnahmen – z. B. zur Digitalisierung – didaktisch und pädagogisch durchdacht in den Schulalltag einzubinden. Die »MINT-freundlichen Schulen« werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Initiative »MINT Zukunft schaffen« zeichnen diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess. Die MINT-freundlichen Schulen weisen nach, dass sie mindestens zehn von 14 Kriterien im MINT-Bereich erfüllen.

„Wir sind stolz, dass wir bereits zum dritten Mal in Folge nach 2013 und 2017, jetzt auch 2020, als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet wurden,“ so stellvertretende Schulleiterin Marion Katzbichler. Die Ehrung fand dieses Mal nicht zusammen mit allen anderen Schulen gemeinsam in München statt, sondern jede Schule verfolgte die Ehrung online zuhause an der eigenen Schule. Systembetreuer Marc-Andree Hennekes und Beauftragter für Digitales an der Realschule Passau baute für die Ehrung extra einen Bereich im DiLab (digitales Lernlabor) auf. Auf verschiedenen Bildschirmen, auf einer großen Leinwand konnte die Auszeichnung, die durch Benjamin Gesing kurzweilig und ansprechend moderiert wurde, verfolgt werden.

Marion Katzbichler