Abschlusskonferenz 2020

Ein besonderes Schuljahr geht zu Ende
Abschlusskonferenz der Dreiflüsse-Realschule Passau und
Verabschiedung von Kolleginnen und Kollegen

Wie jedes Jahr endet ein Schuljahr mit der Abschlusskonferenz, die nach der Herausgabe der Jahreszeugnisse zum Abschluss eines Schuljahres stattfindet. Doch wie so Vieles in diesem Schuljahr war auch dies anders.

Am letzten Schultag sollten nämlich nicht nur die Zeugnisse für die Klassen 5-9 verliehen werden, sondern es sollten auch die 10. Klassen in drei Durchgängen würdig verabschiedet werden. Also musste die Abschlusskonferenz dieses Schuljahr ausnahmsweise einen Tag früher, am Donnerstagnachmittag stattfinden.

Neben einem Resümee des abgelaufenen Schuljahrs sowie organisatorischen Planungen das neue Schuljahr betreffend werden im Anschluss an die Konferenz auch immer das Studienseminar sowie Kolleginnen und Kollegen, die versetzt werden und die Schule verlassen, verabschiedet. Schulleiter Andreas Schaffhauser würdigte jeden einzelnen Kollegen mit Dankesworten, Glückwünschen und einem Geschenk zusammen mit dem Personalrat, vertreten durch Frau Fuchs und Frau Riederer.

In diesem Schuljahr durften wir die Referendare Frau Nitzinger, Frau Träger und Frau Weber in ihr Einsatzjahr entlassen und Ihnen dafür alles Gute und viel Erfolg wünschen. Mit einem Passauer Müsli, das ihnen als Abschiedsgeschenk überreicht wurde, sollen sie immer gestärkt in den Tag finden.

Das Einsatzjahr bereits hinter sich und auf eine Planstelle wartend, sagten wir „Goodbye“ zu Frau Anetseder, Herrn Diewald und Herrn Bühler, die dieses Schuljahr an der Dreiflüsse-Realschule unterrichteten.

Emotional wurde es dann bei den folgenden drei Lehrkräften, die angefangen von zwei bis zu acht Jahren an der Schule unterrichteten und ihre Spuren hinterließen und die aber aus privaten Gründen die Schule in Richtung Heimat verlassen. Das Kollegium verabschiedete sich von Herrn Michl, Herrn Schröder und Frau Miller. Wir wünschen allen an ihrer neuen Wirkungsstätte viel Glück, Erfolg und alles Gute. Als Geschenk erhielten diese Kolleginnen und Kollegen ein „Passauer Licht“, das ihnen immer den rechten Weg weisen soll.

Ein ungewöhnliches und enorm forderndes Jahr liegt hinter uns. Mit Vorfreude, aber auch einer gewissen Spannung blicken wir auf das kommende Schuljahr, was es wohl an Neuem alles bringen mag.

Marion Katzbichler

Abschlussfeier der Realschule Passau 2020

Würdige Verabschiedung trotz Coron
75 Absolventen der Dreiflüsse-Realschule erhalten ihr Zeugnis

Ein besonderes Schuljahr liegt hinter allen Beteiligten und so stand auch die Abschlussfeier der 10. Klassen an der Dreiflüsse-Realschule ganz im Zeichen der Vorschriften aufgrund der noch immer vorherrschenden Corona-Pandemie.

Alles musste etwas anders organisiert werden, aber dennoch schaffte man es, den Abschlussschülern eine würdige Verabschiedung zu bieten.

In diesem Jahr fand die Feier nicht wie gewöhnlich im großen Rathaussaal mit allen Absolventen und zahlreichen Angehörigen und Ehrengästen statt, sondern sie wurde in drei Durchgängen nacheinander im liebevoll dekorierten Zwischentrakt der Dreiflüsse-Realschule durchgeführt. Beginnend mit der 10 a folgten nach den jeweiligen Pausen zum Lüften, Reinigen und Desinfizieren die Klassen 10 b bzw. 10 c. Der Ablauf war genau getaktet, um alle notwendigen Hygiene-Regeln einhalten zu können.

Aufgrund der besonderen Umstände freute sich Realschuldirektor Andreas Schaffhauser nach wochenlangem Bangen, ob die Verabschiedung überhaupt stattfinden könne, umso mehr über das erfolgreiche Abschneiden von 75 Schülerinnen und Schülern. Er gab den Jugendlichen mit auf den Weg, dass sie mit dem Zeugnis der Mittleren Reife nun eine Eintrittskarte in die Zukunft erhalten, welche sie nun nutzen sollen.

Auch Oberbürgermeister Jürgen Dupper (anwesend bei der Klasse 10 c) und der 3. Bürgermeister der Stadt Passau, Armin Dickl (Klassen 10 a und 10 b), ließen es sich nicht nehmen, persönlich die Absolventen zu beglückwünschen. Beide wiesen darauf hin, dass mit der Mittleren Reife nun alles möglich sei und sie alle die Welt entdecken sollen, wobei aber eine Rückkehr nach Passau immer im Auge behalten werden solle.

Elternbeiratsvorsitzende Silke Fritz wurde in einer Videobotschaft zugeschaltet, in der sie allen viel Glück für die Zukunft wünschte und auch darauf verwies, dass die Leistungen trotz Corona auf keinen Fall schlechter ausgefallen seien.

Auch die beiden Schülersprecher Philipp Bauer (10 a) und Florian Seider (10 c) blickten per Video-Einspielung auf die vergangenen Schuljahre zurück. Anhand von verschiedenen Aktivitäten – die von der Berlin-Fahrt bis hin zur „Nacht der Mathematik“ reichten – zeigten sie auf, wie facettenreich und spannend die Zeit an der Dreiflüsse-Realschule war.  Nach dem Dank an die Lehrer und den Wünschen für die Zukunft rundeten die abschließenden „Out-Takes“ den abwechslungsreichen Beitrag amüsant ab.

Um die Zeugnisübergabe – den für die Schüler wichtigsten Moment – trotz Hygiene-Maßnahmen unvergesslich zu gestalten, wurden für jeden Schüler kurze Präsentationen mit Bildern und Lieblingslied eingespielt. Zwei Drittel der Entlassschüler durften sich außerdem auch noch eine Rose als Zeichen der Anerkennung mitnehmen, da sie sich im Laufe ihrer Schulzeit durch viel Engagement für die Schulgemeinschaft auszeichnen konnten.

Nach den Dankesworten von Schulleiter Andreas Schaffhauser endete eine besondere Abschlussfeier, die von Frau Raab mit dem Klavier bzw. der Geige musikalisch umrahmt wurde, mit der ausschließlich instrumental intonierten Bayernhymne.

Astrid Gibis

Theatergruppe der Dreiflüsse-Realschule trotzt Corona

Mit Spiel-Platz_2.0 ging das erste bayernweite digitaleSchultheater-Event von 13. bis 17. Juli 2020 über die Bühne. Zu den 28 teilnehmenden Theatergruppen aus allen Schularten gehörte als einzige niederbayerische Realschule die Theatergruppe der Dreiflüsse-Realschule Passau.

 

Gedanken, ob man die diesjährige Schultheateraufführung online stemmen könnte, gab es schon vor der Ausschreibung des digitalen Theaterfestivals „Spiel-Platz_2.0“. Als dann die Theatergruppe der Dreiflüsse-Realschule über die FSR (Fördergemeinschaft für das Schultheater an den Realschulen in Bayern e.V.) von Spiel-Platz_2.0 erfuhr, beschlossen die sechs Schauspieler (Léna Palásti, Kitti Pelikan, Sara Rakic, Arian Idrizi, Pavel Khalid Gaffur, Marcel Weishäupl) mit ihrer Spielleiterin Martina Raab auf der Grundlage von „Heidi“ einen Filmbeitrag zu entwickeln. „Heidi“ nach dem Roman von Johanna Spyri in der Theaterfassung von Markus Steinwender wäre nämlich heuer auf dem Spielplan gestanden. Doch mit Corona kam alles anders…

In zahlreichen Videokonferenzen wurde das Drehbuch für den Beitrag „Heidis Platz“ bei Spiel-Platz_2.0 entwickelt.

Beim Textlernen

Ausgangspunkt des Projekts war die folgende Textpassage aus dem Theaterstück „Heidi“ von Markus Steinwender:

Alles, was ich will, ist ein Platz. -Ein Platz an einem Tisch. Und wenn sich alle an diesen Tisch setzen, dann soll da ein Platz frei bleiben und alle sollen sagen, das ist Heidis Platz“. Bereits bei der Arbeit an „Heidi“ hatten sich die Schauspieler Gedanken gemacht, wo jede Schülerin und jeder Schüler persönlich seinen Platz hat, wo jeder sich zu Hause und wohl fühlt. Die Besonderheit in der diesjährigen Theatergruppe war nämlich, dass von jedem/r Teilnehmer/in mindestens einen Elternteil keine deutschen Wurzeln hat. Deshalb wurde die Aussage im bei Spiel-Platz_2.0 eingereichten Film auch immer erst in einer anderen Sprache und dann auf deutsch gesprochen. Am Ende stellen alle Schauspieler, denen das gemeinsame Theaterspiel fehlt, fest: „Unser Platz ist da, wo wir gemeinsam Theater spielen können!

Probentage im Januar

Als das Konzept stand, filmte jeder seine individuell gestaltete Szene zu Hause mit Hilfe der Eltern und Geschwister. So wurde etwa eine Begrüßungsszene festgehalten, ein Schattenspiel aufgenommen oder es wurden verschiedene Stimmungen durch stilisierte, auf den Fingern aufgemalte Gesichter dargestellt. Die einzelnen Videos schnitt dann die Spielleiterin für Spiel-Platz_2.0 zusammen.

„Mein Platz ist da, wo sich alle auf mich freuen.“

Spiel-Platz_2.0 unter der Schirmherrschaft von Staatssekretärin Anna Stolz war das erste digitale Schultheater-Event in Bayern. Es wurde von der LAG Theater und Film mit ihren Mitgliedsverbänden (TAG, FSR, PAKS, TaBO, DOS) organisiert und durchgeführt, um Schultheatergruppen trotz Corona eine Bühne zu bieten.

Am Montag, 13. Juli hieß es dann „Vorhang auf!“. Via Zoom wurde um 19 Uhr das digitale Theater-Event eröffnet. Nach einer Begrüßung durch das Organisationsteam (Leitung: Ingund Schwarz) stellte sich jede Gruppe kurz vor. Grußworte von Staatssekretärin Anna Stolz und den Vorständen der einzelnen Verbände rundeten die Eröffnungsfeier ab. Jeden Tag standen nun sechs bis acht Gruppenbeiträge im Fokus des Festivals. Tandembesprechungen, in denen die teilnehmenden Schüler die Möglichkeit zum Austausch mit anderen theaterbegeisterten Jugendlichen hatten, reflektierten nicht nur die Videos, sondern nährten auch den Wunsch nach echten und nicht nur virtuellen Begegnungen. Im Abendprogramm erhielten die Spielleiter zahlreiche Impulse, wie digitales Theater aussehen könnte. Die Live Performances mit Studierenden der PH Freiburg und der FAU Nürnberg reizten in beeindruckender und äußerst kreativer Art und Weise aus, wie Live Spiel vor der Kamera aussehen und den Zuschauer einbeziehen kann. In der Online Live-Podiumsdiskussion „Corona – (Schul)-Theater – was nun?“ mit Simone Boles (Theaterlehrerin, Vorstandsmitglied des Bundesverbands Theater in Schulen, Lübeck), Sabine Köstler-Kilian (Leitung der Fachpraxis Darstellendes Spiel, Uni Nürnberg), Bonn Park (Dramatiker, Regisseur, Berlin) und Amon Ritz (Videodesigner, Kammerspiele München) wurden Grenzen und Möglichkeiten Corona bedingter neuer Spielformen ausgelotet. Ausdrücklich warnte man vor der großen Gefahr der „Kognitivierung“ von Schule, wenn Fächer wie Theater, Musik und Kunst zugunsten von Prüfungsfächern gestrichen werden. Kulturelle Bildung ist unabdingbar für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Derselbe Tenor „hallte“ auch am nächsten Tag beim Treffen der Spielleiter durch die Leitungen. Die Kreativität unserer Schüler kann nur gefördert werden, wenn die musischen Fächer unterrichtet werden. Die virtuellen Produkte werden sicherlich anders aussehen als die analogen, aber das kreative Potenzial von Kindern und Jugendlichen muss einen „Spielplatz“ bekommen. Und dass kulturelle Bildung den Schülern selbst wichtig ist, haben die 28 teilnehmenden Gruppen eindrucksvoll bewiesen. Neben dem herausfordernden Lernen zuhause oder dem neu organisierten Präsenzunterricht haben sie mit großem Einsatz viele kreative Ideen entwickelt und umgesetzt. Diese haben Spiel-Platz_2.0 mit Leben gefüllt. Dieses Engagement hob schließlich auch Frau MRin Birgit Huber vom Kultusministerium im Festakt am Freitagnachmittag besonders hervor. Sie wünschte allen Teilnehmern, dass sie die Freude am Theaterspielen nie verlieren mögen. Diese aufmunternden Worte beendeten das digitale Theaterfestival.

 

Und das Fazit der Schüler? Schön, dass wir dabei waren! Und wann können wir wieder auf die richtige Bühne?

Martina Raab, Bilder: Screenshots aus dem Beitrag der Dreiflüsse-Realschule

 

 

 

 

 

 

 

 

Teilnahme der Theatergruppe am digitalen Theaterfestival „Spielplatz_2.0“

 

SPIEL-PLATZ_2.0 ist das erste digitale Schultheater-Event in Bayern, es wird von der LAG Theater und Film mit ihren Mitgliedsverbänden (TAG, FSR, PAKS, TaBO, DOS) organisiert und durchgeführt.

Neben 27 weiteren Theatergruppen unterschiedlicher Schularten ist auch die Theatergruppe der Dreiflüsse-Realschule mit einem Beitrag bei Spielplatz_2.0 unter der Schirmherrschaft von Staatssekretärin Anna Stolz vertreten.

 

Hier der Link zum Video:

https://dreifluesserealschule-my.sharepoint.com/:v:/g/personal/raam_dreifluesserealschule_onmicrosoft_com/Ec4jvtogh81AsOMj13l3XmcBoAX6ZOQdEsTccl6V91nUjg?e=c3DCBE

Ausgangspunkt für das Projekt war die Textpassage „Alles, was ich will, ist ein Platz. – Ein Platz an einem Tisch. Und wenn sich alle an diesen Tisch setzen, dann soll da ein Platz frei bleiben und alle sollen sagen, das ist Heidis Platz“. Sie stammt aus dem ursprünglich für das Schuljahr 2019/20 geplanten Theaterstück „Heidi“ von Markus Steinwender nach dem Roman von Johanna Spyri.

Die Schauspieler*innen haben sich bei der Arbeit an „Heidi“ Gedanken darüber gemacht, wo jede Schülerin und jeder Schüler persönlich seinen Platz hat, wo jeder sich zu Hause, d.h. auch wohl fühlt. Die Besonderheit in der diesjährigen Theatergruppe ist nämlich, dass jede/r Teilnehmer/in mindestens einen Elternteil hat, der keine deutschen Wurzeln hat. Deshalb wird die Aussage auch immer erst in einer anderen Sprache und dann auf deutsch gesprochen.

Durch die Schulschließung wurde die Arbeit der Theatergruppe unterbrochen, der Theaterraum steht seitdem leer, eine Theaterprobe ist momentan nicht möglich. Aber allen Schauspieler*innen fehlt das gemeinsame Theaterspiel und sie stellen fest:

Unser Platz ist da, wo wir gemeinsam Theater spielen können!

Martina Raab

Anmeldung/Öffnungszeiten/benötigte Unterlagen

Anmeldetage an der Dreiflüsse-Realschule Passau

Öffnungszeiten des Sekretariats:

Montag, 27.07.2020 – Mittwoch 29.07.2020, jeweils von 09:00 – 15:00 Uhr

Wir bitten Sie um telefonische Terminvereinbarung unter: 0851 37932240

Bitte bringen Sie die angegebenen Unterlagen mit:

  • Geburts- oder Abstammungsurkunde Ihrer Tochter oder Ihres Sohnes
  • aktuelles Jahreszeugnis
  • Nachweis im Sinne des Masernschutzgesetzes (Impfpass Ihrer Tochter oder Ihres Sohnes)

gegebenenfalls:

  • Sorgerechtsbeschluss (Kopie),
  • Gutachten über Lese-Rechtschreib-Störung (Kopie)

Bitte beachten Sie die Einhaltung der Hygienemaßnahmen (Mund-Nasen-Bedeckung, Abstandhaltung).

Digitales Lernen während Corona-Zeiten

Leere Klassenzimmer und volle Chaträume
Ein Plädoyer für die moderne Schule

G u t e n   M o r g e n  a l l e r s e i t s tippt Frau R. im Schulmanager auf ihrem iPad. Nachdenklich und auch ein bisschen traurig meint sie: ”Naja, es kommt jetzt eben nichts zurück. Kein vielstimmiges ‘Guten Morgen’, mehr oder weniger im Chor. Kein Stühlerücken, Gelächter, Gähnen, Geduld raubendes Warten auf Ruhe.” Zum Glück endlich Ruhe, mag der geneigte Leser denken. “Erstmal vorbei die seligen Zeiten, als wir uns noch über die Lautstärke in der Klasse, an der Schule und im Leben überhaupt beschweren konnten.”, seufzt jedoch die Lehrerin. Frau R. unterrichtet an der Dreiflüsse-Realschule Passau, Deutsch und Englisch.

Rund 500 Kinder zwischen 10 und 17 Jahren besuchen diese Schule. Eine typische Realschule würde man denken. Typisch? Normal? Alltäglich? Begriffe, die in Zeiten von Corona an Bedeutung einbüßen. Normaler Unterricht findet im Klassenzimmer, dem Chemie- oder Physiksaal, der Turnhalle, der Schulküche oder jetzt auch im DiLab, dem digitalen Lernlabor, statt. Und das alltäglich, jeden Tag. Jetzt aber eben nicht. Unterricht schon, aber der ist jetzt halt in den unbegrenzten digitalen Lernraum, das Internet gewandert.

Zum Glück haben alle Schüler und Schülerinnen internetfähige Handys, manche auch Tablets oder Laptops. Lehrer und Lehrerinnen sind dank dem Digitalpakt des Freistaates Bayern ebenfalls ausgestattet und weitergebildet, so dass die neuen Aufgaben keine unüberwindbaren Hürden mehr darstellen. Nach den zu erwartenden Anlaufschwie-rigkeiten auf den schulischen Plattformen wie mebis etc. erwacht der digitale Frühling in Gestalt von OGS, Jitsi meet, Squiffy, Schulmanager und vielen mehr. Was sich wie die neusten YouTuber oder der Kosename für das virtuelle Kuscheltier anhört, spielt dieser Tage an den Schulen hierzulande eine große Rolle. Hinter diesen englischen Bezeichnungen verbergen sich nämlich Werkzeuge, mit denen das Lernen in durchaus unterschiedlichen Settings stattfinden kann.

Die Veränderungen im Unterricht fangen an mit dem Versand von Arbeitsmaterial per Mail, per Schulmanager – größtenteils müssen die Materialien nicht einmal mehr ausgedruckt werden. Das Material selbst besteht aus Texten, Bildern, Webseiten, Videos, Hörbeispielen und interaktiven Dokumenten. So ist ein abwechslungsreiches Lernen und Üben daheim möglich, und bleibt auch für die Schüler attraktiv. Um soziales Lernen zu ermöglichen, werden viele Aufgaben so gestaltet, dass sie im Team oder mit einem Partner lösbar sind, zum Beispiel in Videokonferenzen, per Telefon oder in Chats. Die nötige Software stellt dabei die Schule bereit – und sorgt so nebenbei (und natürlich auch ganz gewollt) dafür, dass der Kontakt zwischen den Schülern nicht abreißt.

Schulleiter Andreas Schaffhauser ist unglaublich stolz auf alle seine Kolleginnen und Kollegen, die diese schwierige Zeit mit viel Eifer und Engagement für die Schule und die Schülerinnen und Schüler meistern. „So wie Unterricht gerade stattfindet, ist das Digitalisierung in Reinform“, erklärt Schaffhauser weiter. Administrativ begleitet und unterstützt wird das tägliche Online-Lernen von Systembetreuer Marc-Andree Hennekes und der stellv. Schulleiterin Marion Katzbichler.  „Die Vorbereitung für den Unterricht dauert häufig dreimal so lange wie sonst, aber die Kolleginnen und Kollegen sind mit großer Begeisterung und viel Einsatz dabei. Bis spät in die Nacht stellen sie Fragen, geben sich gegenseitig Anregungen und Tipps und halten auch die Kommunikation zu den Schülern selbst aufrecht,“ erläutert Hennekes.

Eine Mathekollegin erstellt Lernvideos, mit denen sie die Schüler dermaßen entzückt, dass sie es kaum erwarten können, mit dem Unterricht zu beginnen, siehe Bild. In Englisch werden Videokonferenzen abgehalten, in denen die Jugendlichen English conversation üben können. “We’re using jitsi meet to communicate with our English teacher and it works pretty well!, wie Raphael aus der 9b findet. “Chatting in a conference is really good fun”, fügt sein Klassenkamerad Fabian hinzu. Frau R. freut sich über den direkten Kontakt zu ihren Schäfchen.  ”Sprechen geht ja auch immer noch schneller als schreiben und in den Videokonferenzen kann man die Schüler auch mal fragen, wie es ihnen geht oder ob sie noch Unterstützung brauchen.” Die neuen Lehr- und Lernmethoden begeistern Schüler und Eltern gleichermaßen. Verbindungsprobleme? Immer weniger. Austausch zwischen Kollegen? Immer mehr. Kommunikation und Interaktion? Immer besser.

Die digitale Schule kann nicht alle Probleme lösen. Schon gar nicht mangelnde Motivation und Disziplin, fehlende Organisation, und Veränderungen in den familiären Strukturen, durch die Heranwachsende immer öfter gezwungen sind, schulische Aufgaben ohne Unterstützung zu bewältigen. Es lässt sich aber trotz aller Unkenrufe feststellen, dass die elektronischen Medien und die Digitalisierung der Schulen in Bezug auf Kommunikation und Interaktion zwischen Menschen an verschiedenen Orten unschlagbare Stärken aufweisen. Ohne Verständigung untereinander würde die Krise, die die Welt jetzt meistern muss, das gesellschaftliche Miteinander in allen Bereichen lahmlegen. Dank E-Mail, Schreib- und Video-Konferenzen sowie Chats und klassischer Telefonie können wir privat, geschäftlich, beruflich und eben auch schulisch je nach Bedarf kommunizieren.

 

Genau diese Kommunikation ist es, die auch die Schüler sehr schätzen. Häufiger als man es sonst in der Schule hört, können die Lehrer jetzt ein aufrichtiges “Danke” der Schülerinnen und Schüler lesen – ein Dank, der auch den Eltern gebührt, die sich gemeinsam mit ihren Kindern den Herausforderungen stellen.

Wobei vollkommen klar ist, dass kein elektronisches Medium der Welt den Kontakt Face-to-Face mit Freunden, Kollegen und Familie ersetzen kann.  An den Schulen – und überall sonst – wird bei Wiedereröffnung daher laute Jubelstimmung herrschen. Gottseidank, wie Frau R. und all Ihre Kolleginnen und Kollegen finden.

Susi Riederer und Marc-Andree Hennekes

So sieht aktuell Unterricht aus – Marc-Andree Hennekes in einer Videokonferenz mit seinen Schülern

Schüler können das neue Lernvideo kaum erwarten

Tag der offenen Tür 2020

Dreiflüsse-Realschule überzeugt mit einem abwechslungsreichen Programm
Tag der offenen Tür an der Dreiflüsse-Realschule Passau

Beim diesjährigen Tag der offenen Tür an der Dreiflüsse-Realschule gab es viel zu sehen, aber noch mehr zu entdecken. Um allen Interessierten einen kleinen Einblick in das Schulleben zu gewähren, bot die Schule ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Aktivitäten für die Gäste. Es herrschte ein buntes Treiben im Schulhaus.

Der Einladung gefolgt waren insbesondere Eltern mit ihren Kindern, die die umliegenden Grundschulen besuchen und kurz vor dem Übertritt an die weiterführende Schule stehen. Aber auch einige Ehemalige fanden den Weg zurück in ihre alte Wirkungsstätte, um sich zum einen ein Bild zu machen, wie sich die Schule verändert hat und zum anderen um einen kleinen Plausch mit den Lehrkräften zu halten.

Bereits an der Eingangstür wurden die Besucher von den Lehrkräften herzlich empfangen, wobei sie zugleich zur Orientierung einen vorbereiteten Veranstaltungs- und Orientierungsplan erhielten. Außerdem gab es vorbereitete Stempelkarten, auf denen die Kinder in einzelnen Räumen Stempel sammeln und bei erfolgreicher Absolvierung als Präsent einen Schlüsselanhänger in Form eines Kompass – aufgrund der guten Orientierung – von den Freizeittutoren entgegennehmen konnten.

Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Schulband begrüßte Schulleiter Andreas Schaffhauser die Besucher in der Schulmensa „kostbar“. Hierbei gab es auch gleich die wichtigsten Informationen zu den Besonderheiten der Schulart Realschule. Anschließend starteten die Gäste zu den Schulhausführungen durch die einzelnen Räume. Von der Schülerbücherei bis zu den Räumen der Offenen Ganztagsschule konnte die Schule unter die Lupe genommen werden. Hierbei bekam man auch ein genaues Bild zu den einzelnen Säulen des Schulprofils – „Kultur“, „Förderung“ und „Sport“ – geboten.

Neben den Aufführungen der Stücke „Till Eulenspiegel“ und „Heidi“ durch die Talentgruppe Theater bzw. Theatergruppe im Bereich „Kultur“ sowie der Vorführung von Experimenten im Fach Chemie in der Kategorie „Förderung“, präsentierte sich die „Sportsäule“ zum Beispiel mit einem Erlebnisparcours in der neuen Mehrfachturnhalle.  Zusätzlich zeigten in den einzelnen Räumen verschiedene Fächer einen Einblick in das jeweilige Fach. Man konnte zum Beispiel im Biologisaal feststellen, dass „Bio Spaß macht“, sein Wissen in der „Märchen-Welt“ testen, im Werkraum eigene Medaillen herstellen oder in Geschichte in die vergangene Zeit reisen. Und wer sich in der Turnhalle nicht genügend ausgetobt hatte, konnte an der Kletterwand sein sportliches Können noch einmal unter Beweis stellen.

Auch die Angebote an der Dreiflüsse – Realschule, die weit über den Unterricht hinausgehen, kamen nicht zu kurz. So bekam man in zwei Räumen anhand von Präsentationen einen Einblick in die außerunterrichtlichen Aktivitäten sowie die Schulfahrten. Zusätzlich informierten der Elternbeirat, der Förderverein und die Zuständigen der Offenen Ganztagsschule über ihre Arbeit an der Schule und verdeutlichten, dass das Schulleben sehr facettenreich ist.

Wer bei all dieser Fülle von Veranstaltungen und Ausstellungen zwischendurch Hunger bekam, konnte sich im Schulcafé kurz ausruhen und stärken, was von den Besuchern gut angenommen wurde. Auch in diesem Jahr zeigte sich wieder deutlich, dass das Schulmotto „Miteinander, füreinander – weil die Zukunft zählt“ an der Dreiflüsse – Realschule auch gelebt wird und so konnten Schulleitung und Lehrkräfte am Ende des Tages auf eine rundum gelungene Veranstaltung mit vielen Höhepunkten zurückblicken.

Astrid Gibis

Skilager 2020

Unvergessliche Tage im Skilager
Klässler der Dreiflüsse-Realschule Passau auf Wintersportwoche

Auf ein gelungenes Skilager in Finsterau / Mitterfirmiansreut können die 7. Klassen der Dreiflüsse-Realschule und ihre Betreuer um den Organisator Daniel Brandstetter zurückblicken. Auch wenn der Wettergott nicht immer mitgespielt hat – an einem Tag musste wegen Regen und Sturm ein Alternativprogramm organisiert werden – bot Mitterfirmiansreut an den restlichen Tagen für alle Skifahrer bzw. Snowboarder, sowohl für Anfänger als auch „Profis“, trotz der Wetterkapriolen noch gute Bedingungen.

Mit viel Vorfreude am Montagmorgen gestartet, erreichte man gegen Mittag das Salvador-Allende Haus in Finsterau. Nach der Verteilung der Zimmer und dem leckeren Mittagessen im Quartier konnten die Schülerinnen und Schüler bei einer kleinen Wanderung zur Reschbachklause die winterliche Idylle des schönen Bayerischen Waldes genießen. Man merkte, dass für viele der Schnee in diesem Jahr eine Besonderheit war, denn mit ausgiebigen Schneeballschlachten tobten die 7. Klässler während der Wanderung ausgiebig im Schnee. Und damit die Schülerinnen und Schüler für den nächsten Tag fit für die Piste sind, gab es abends eine Einführung in die Pistenregeln.

Nach einer ersten, recht schlafarmen Nacht hatte man die nächsten zwei Tage mit den teilweise widrigen Wetterbedingungen zu kämpfen. Im Nebel und Schneegestöber konnten die fortgeschrittenen Fahrer am Dienstag aber dennoch die Pisten in Mitterfirmiansreut erkunden und für die etlichen Anfänger bot der Junior Ski Zirkus optimale Einstiegsbedingungen.

Am folgenden Mittwoch musste man aber aufgrund des Dauerregens und der Windböen das Abenteuer „Skifahren“ leider im wahrsten Sinne des Wortes „abblasen“. Trotzdem wurde es nicht langweilig. Bei Wettkämpfen in der Turnhalle verging die Zeit wie im Flug.

Der letzte Tag entschädigte aber dann etwas, denn obwohl der Wind noch immer nicht abgeflaut war, zeigte sich den ganzen Tag die Sonne und man hatte einen herrlichen Fernblick.

Obwohl auch in diesem Jahr die Mehrzahl der Siebtklässler noch nie vorher auf Skiern gestanden und man einen Tag weniger Übung hatte, konnten am Ende die begleitenden Lehrkräfte nur noch in strahlende Gesichter blicken. Der Stolz und die Freude darüber, die ersten Pisten zu meistern, waren groß.

Und neben dem Wintersport kam zudem auch das Gemeinschaftserlebnis nicht zu kurz. Krönenden Abschluss bildete am letzten Abend hierbei der Lehrer-Schüler-Wettkampf, bei dem die Schüler siegreich „vom Platz“ gingen.

Am Freitag früh bestieg man dann wehmütig den Bus und ein unvergessliches Skilager nahm sein Ende. Und die Entscheidung den Skilagerort in den Bayerischen Wald zu wechseln aufgrund verschiedener Gründe wurde durch diese Woche eindeutig bestärkt.

Astrid Gibis

Europa macht Schule 2020

Dreiflüsse-Realschule lebt den Europagedanken
„Europa macht Schule“ bringt Realschülern das größte Land der Welt näher.

Immer Winter, eisige Temperaturen, riesige Wälder, Wodka, Putin und bunt bemalte, ineinander schachtelbare Puppen waren die ersten Assoziationen der Klasse 6c zu Russland. Dass dieses Land natürlich weitaus vielfältiger ist, konnten die Schüler im Rahmen des Programms „Europa macht Schule“ erfahren. Europa konkret und lebendig werden zu lassen, ist Ziel dieses Programms. Dabei sind Gaststudierende aus ganz Europa eingeladen, eine deutsche Schulklasse zu besuchen und Europa ins Klassenzimmer zu holen.

Mit Russland hat die Passauer Gaststudentin Evgeniia Podmarkova ein für viele unbekanntes Land ins Klassenzimmer geholt. Einige Schüler waren aber durchaus vertraut mit der Kultur und der russischen Sprache. Auch wenn sie selbst noch nie im Herkunftsland ihrer Eltern waren, ist es trotzdem die Muttersprache, mit der sie sich im Kreise ihrer Familie und auch Freunden unterhalten. Bei der anschaulichen Vorstellung der naturräumlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Besonderheiten ihres Landes und v. a. ihrer Heimatregion Sibirien konnte Frau Podmarkova daher auch bei Bedarf auf die Hilfe „ihrer Übersetzer“ zurückgreifen.

Von den Bildern vom Baikalsee, vom Altai-Gebirge, vom Stolby-Nationalpark und der Heimatstadt Podmarkovas Krasnojarsk waren die Kinder sichtlich beeindruckt. Nachdem die Schüler mithilfe von verschiedenen russischen Süßigkeiten in Gruppen eingeteilt wurden, konnten sie in einem Kreuzworträtsel gleich ihre neuen Erkenntnisse über Russland testen. Gar nicht so einfach war das folgende Sprachrätsel. Was heißt wohl „Guten Tag!“, „Wie geht es dir?“, „Ich komme aus Deutschland.“ auf Russisch? Obwohl die russische Übersetzung nur zugeordnet werden musste, brauchten hier die Schüler die Hilfe „ihrer“ Lehrerin, weil in Russland statt der uns bekannten Buchstaben das kyrillische Alphabet verwendet wird.

Neben dem Einblick in russische Schulen und den damit verbundenen Traditionen war dann das Highlight dieses Projekts sicherlich das gemeinsame Kochen. Auf dem Speiseplan stand ein russisches Nationalgericht: Akroschka. In der Schulküche wurden fleißig die Zutaten für diese erfrischende Suppe klein geschnitten. Beim gemeinsamen Abschlussessen konnte man dann aus den Gesichtern der Schüler lesen: Die selbstzubereitete Suppe mundete offensichtlich nicht allen Schülern, aber: Probieren geht über Studieren.

Am Ende waren sich alle einig: „Europa macht Schule“ bietet eine tolle Möglichkeit, ein europäisches Land näher kennen zu lernen, und den Schülern hat es sichtlich Spaß gemacht. Frau Podmarkova selbst bedankte sich am Ende bei der 6c für die tolle Mitarbeit und war glücklich darüber, als Minibotschafterin Ihrer Heimat an der Dreiflüsse-Realschule Passau gewesen zu sein.

Karin Fuchs

 

 

 

Videoanleitung zu Hygienemaßnahmen der Kinderklinik Passau

untenstehend die Links zu den Lehrvideos „Hände waschen“, „Maske aufsetzen“ sowie „Desinfektion“ von Prof. Dr. Keller der Kinderklinik Passau und seinem Team:

– Hände richtig waschen:

– Maske aufsetzen:

– Desinfektion:

Hier der Download-Link:

https://we.tl/t-gDCQN18UgD