Tag der offenen Tür 2019

Buntes Treiben am Tag der offenen Tür
Dreiflüsse-Realschule hat viel zu bieten

Nach der Grundschule steht eine wichtige Entscheidung an: An welcher Schule geht die Ausbildung weiter? Um den Grundschülern diese wichtige Entscheidung zu erleichtern, öffnete daher die Dreiflüsse-Realschule Passau wieder ihre Türen und lud zukünftige Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern zum Staunen und Mitmachen ein. Zwischen 14.30 Uhr und 18.00 Uhr konnten alle Besucher die Schule erkunden und den angehenden Fünftklässlern wurde ein Einblick in die Vielfalt des Schullebens gegeben. Im ganzen Haus herrschte ein buntes Treiben sowie eine lebendige Atmosphäre, die jeden einfach ansteckte und die Zeit wie im Flug vergehen ließ.

Nach einer musikalischen Einstimmung mit dem Schulsong durch den Chor begrüßte Schulleiter Andreas Schaffhauser die Besucher in der Schulmensa „kostbar“. Hierbei gab es auch gleich die wichtigsten Informationen zu den Besonderheiten der Schulart Realschule.

Danach starteten die Gäste zu den Schulhausführungen durch die einzelnen Räume. Vom neu eingerichteten DiLab (Digitales Lernlabor), um der Digitalisierung gerecht zu werden, bis zu den Räumen der Offenen Ganztagsschule konnte die Schule unter die Lupe genommen werden. Hierbei bekam man auch ein genaues Bild zu den einzelnen Säulen des Schulprofils – „Kultur“, „Förderung“ und „Sport“ – geboten.

Neben der Aufführungen der Stücke in Ausschnitten „Die grandiosen Abenteuer der tapferen Johanna Holzschwert“ und „Ein Amerikaner in Paris“ durch die Theatergruppe bzw. Talentgruppe Theater im Bereich „Kultur“ sowie der Vorführung von Experimenten im Fach Chemie in der Kategorie „Förderung“, präsentierte sich die „Sportsäule“ mit einem Erlebnisparcours sowie einer Tanzchoreo mit dem außerschulischen Partner „Dancevolution“ in der neuen Mehrfachturnhalle.

Darüber hinaus zeigten in den einzelnen Räumen verschiedene Fächer einen Einblick in das jeweilige Fach. Man konnte zum Beispiel in Deutsch in eine „Märchenwelt“ eintauchen, im Biologiesaal feststellen „Bio macht Spaß“, in Geschichte in die vergangene Zeit reisen, in Geographie die ganze Welt – „Around“ the world“ – erforschen, sein Wissen in der Welt der Zahlen testen und  im Werkraum sein handwerkliches Geschick mit dem Basteln einer Medaille unter Beweis stellen. Auch in diesem Jahr konnten die zukünftigen Fünftklässler auf vorbereiteten Stempelkarten in den einzelnen Räumen Stempel sammeln und erhielten bei erfolgreicher Absolvierung als Präsent einen Schlüsselanhänger in Form eines Kompass´.

Aber auch die Angebote an der Dreiflüsse – Realschule, die weit über den Unterricht hinausgehen, kamen nicht zu kurz. So informierten der Elternbeirat, der Förderverein und die Zuständigen der Offenen Ganztagsschule über ihre Arbeit an der Schule. Und in zwei Klassenzimmern erhielten die Besucher in Form von Präsentationen einen Einblick in die außerunterrichtlichen Aktivitäten sowie Schulfahrten.

Wer an dem Nachmittag Pause brauchte, konnte sich im Schulcafé ausruhen und verwöhnen lassen.

Wieder einmal zeigte sich an diesem Tag deutlich, wie facettenreich und lebendig das Schulleben an der Dreiflüsse-Realschule ist und man konnte auf einen rundum gelungenen Nachmittag mit zahlreichen Höhepunkten zurückblicken.

Astrid Gibis

Talentklasse Fußball

Fußball auf dem Stundenplan

Erstmals Talentklasse Fußball im Angebot

Zwei Schulstunden in der Woche Fußball spielen: Welcher Bub träumt nicht davon? In der Dreiflüsse-Realschule Passau ist das seit diesem Schuljahr möglich, allerdings auch nur für diejenigen, die ein hartes Auswahlverfahren durchlaufen haben und zu den Besten der Besten gehören. Aber immerhin: Für 12 Buben im Alter von 10 bis 12 Jahren hat sich dieser Traum erfüllt,  und so dürfen sie in der Talentklasse Fußball jeden Mittwoch in der dritten und vierten Stunde in der alten Dreifachturnhalle dribbeln, Pässe spielen, technische und taktische Finessen trainieren. Warum das alles? Ganz einfach: Um ihrem Ziel, ein toller Fußballer zu werden, ein Stück näher zu kommen. Das Ganze unter fachmännischer Leitung, denn ihre Sportlehrer an der Schule sind erfahrene Trainer mit C- und B-Lizenz.

„DFB-Stützpunktschule ist die Realschule schon seit sechs Jahren, aber das mit der Talentklasse ist neu“, erzählt Schulleiter Andreas Schaffhauser, der stolz ist, dass er neben den Talentklassen Robotik und Theater nun erstmals Fußball anbieten kann. Damit haben diese Schüler nun fünf Schulstunden Sportunterricht pro Woche.

Dass er mit diesem Angebot ins Schwarze getroffen hat, freut ihn ganz besonders. 30 Bewerber gab es seitens der Fünfklässler, berichtet er. „Doch mehr als 12 konnten wir nicht in die Talentklasse aufnehmen, denn die Schüler sollten ja alle auf einem Niveau spielen.“ Aktuell kommen die Schüler aus den verschiedensten Vereinen: 1. FC Passau, SV Schalding-Heining, VfB Passau-Grubweg, DJK Eintracht Patriching, DJK Vornbach und FC Tiefenbach DJK.

Die Buben sind von der Talentklasse begeistert, keine Frage. Besonders freuten sich die Jungs über ihre neuen Trikots, die der 1. FC Passau gestiftet hatte. Denn mit dem Verein verbindet die Schule ein enger Kontakt – zugrundegelegt durch die SAG (Sportarbeitsgemeinschaft) Fußball, die dienstags und donnerstags als Wahlfachangebot der Schule stattfindet. Herzlichen Dank an Roman Holzinger, dem Sponsor der Trikots und Roland Bilz dem Jugendleiter beim 1. FC Passau.

PNP/Marion Katzbichler

Skilager 2019 der 7. Klassen

Sonne, Schnee und ganz viel Spaß

 

81 Siebtklässler der Dreiflüsse-Realschule Passau im Skilager in Obertraun

Das Skilager im österreichischen Obertraun in der Dachsteinregion ist im Februar ein fester Bestandteil im Schulleben der Dreiflüsse-Realschule und auch in diesem Jahr boten sich für alle Teilnehmer hervorragende Bedingungen.

 

Voller Vorfreude, was einem in den nächsten fünf Tagen erwarten würde, verabschiedeten sich die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen am Montagmorgen von ihren Eltern. Bei wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein traf man gegen Mittag in der Unterkunft in Obertraun ein. Nach dem Bezug der Zimmer und dem Mittagessen im Quartier erkundete man gleich die Umgebung inmitten des Dachsteingebirges. Bereits hier zeigten sich die Siebtklässler beeindruckt von der traumhaften Kulisse.

Nach einer ersten, recht schlafarmen Nacht startete das Abenteuer Skifahren. Ausgestattet mit den nötigen Utensilien und dem notwendigen Hintergrundwissen – am Abend zuvor gab es eine Einführung in die Pistenregeln – erfolgte die Einteilung der Skigruppen rasch, sodass die fortgeschrittenen Skifahrer gleich die Pisten rund um den Krippenstein testen konnten. Für die Anfänger bot der Übungslift an der Talstation optimale Einstiegsbedingungen.

Die nachfolgenden zwei Tage erfolgte dann ein Wechsel des Skigebiets. Verwöhnt von Kaiserwetter und den warmen Temperaturen durften die Schülerinnen und Schüler die 160 Pistenkilometer sowie 70 Liftanlagen der Skiregion Dachstein West unsicher machen.

Obwohl auch in diesem Jahr die Mehrzahl der Siebtklässler noch nie vorher auf Skiern gestanden hatte, konnten am letzten Skitag die begleitenden Lehrkräfte nur noch in strahlende Gesichter blicken. Der Stolz und die Freude darüber, die Pisten zu meistern, waren groß. Neben dem Wintersport stand aber auch das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund.

Nach den anstrengenden Tagen auf der Piste wurde an den Abenden ein abwechslungsreiches Programm geboten. Fackelwanderung, das Champions-League Spiel des FC Bayern gegen Liverpool sowie Kicker- und Tischtenniswettkämpfe ließen die Müdigkeit nach dem Abendessen wieder vergessen.

Insgesamt waren diese Tage ein großes Erlebnis und am Freitag früh bestieg man wehmütig den Bus. Ein harmonisches Skilager nahm sein Ende und ist in dieser Form ein wichtiger Bestandteil des Schullebens an der Dreiflüsse-Realschule.

Astrid Gibis

Berufsorientierung 2019

Volles Haus am Berufsorientierungstag

Firmen, Schulen und Institutionen informieren Schüler an der Dreiflüsse-Realschule Passau

Bereits zum neunten Mal organisierte die Dreiflüsse-Realschule Passau einen Berufsorientierungstag in den eigenen Räumen: Mehr als fünfzehn Unternehmen, weiterführende Schulen und Institutionen informierten die Schüler der 9. Klassen ausführlich, live und hautnah über ihr Unternehmen, über Ausbildungsplätze und Arbeitsplatzangebote und vor allem, wie man sich beim jeweiligen Ansprechpartner bewerben kann. Schon Wochen zuvor konnten sich die Schülerinnen und Schüler für angebotenen Vorträge der Firmen oder Schulen eintragen und Organisator Ulrich Exinger entwickelte daraus einen ausgeklügelten Plan für einen abwechslungsreichen und interessanten Vormittag.

Die Informationen aus erster Hand, meist direkt vom personalverantwortlichen Mitarbeiter oder sogar Firmeninhaber referiert, stellten damit wieder einmal die beste Gelegenheit dar, durch die Schule eine Unterstützung in der Berufswahl zu erhalten. Im besten Fall, so schon mehrfach gesehen, ergeben sich direkte Kontakte für die Absolvierung des Pflichtpraktikums oder sogar den Abschluss eines Ausbildungsvertrags.

Dieses Jahr erstmals im Angebot konnten die Unternehmen im Vorfeld bereits für ein Speed-Dating angefragt werden, um sich im unmittelbaren Anschluss an den Vortrag noch kurz, aber direkt kennenzulernen.

Fast alle Referenten kommen bereits seit Jahren regelmäßig und gerne an die Realschule und bedankten sich in ihren Feedbacks bei Schulleiter Andreas Schaffhauser und Organisator Ulrich Exinger für die gelungene Veranstaltung, die Verpflegung und die aufmerksamen Schülerinnen und Schüler.

Ulrich Exinger

Johanna Holzschwert

Die grandiosen Abenteuer der tapferen Johanna Holzschwert

Theaterprobentage der Dreiflüsse-Realschule Passau

Zwei Mülltonnen, vier Papiereimer, vier Stühle, ein Tisch, viele Handys, genau ein Buch und ein Brief – das ist im Grunde genommen die Ausstattung für das diesjährige Stück der Theatergruppe der Dreiflüsse-Realschule: „Die grandiosen Abenteuer der tapferen Johanna Holzschwert“

Johanna Holzschwert wird wegen ihres Namens und ihres „ausgefallenen“ Hobbys, nämlich Bücher lesen, von ihren Klassenkameradinnen gehänselt. Der Streit in der Schule führt zu dem Vorfall mit dem kaputten iPhone und dem Elternbrief – eine wirkliche Katastrophe…

Johanna braucht nun dringend Hilfe und holt sie sich in ihrer Fantasie. Sie zieht, wie ihre Namensvetterin Jeanne d`Arc, in die Schlacht und schafft es so selbstbestimmt ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und eine Lösung für ihre Misere zu finden.

Bei den Probentagen im Haus der Jugend von 6. bis 8. Februar 2019 wurden die ersten Szenen unter der Spielleitung von Martina Raab aufführungsreif geprobt, so dass sich die Besucher am Tag der offenen Tür am 15.3.2019 bereits einen ersten Eindruck von dem Stück, das am 11.7.2019 gezeigt wird, machen können. Die Zuschauer erfahren dann, was eine Mülltonne mit einem Pferd oder ein Papierkorb mit einem Ritterhelm zu tun haben.

Martina Raab

Fotos: Manfred Brunnbauer

Drogenvortrag 2019

Keine Macht den Drogen
Präventionsvortrag an der Dreiflüsse-Realschule Passau

Alle Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen der Dreiflüsse-Realschule Passau waren zu einem Vortrag zum Thema „Drogen und Sucht“ eingeladen. Der Polizeibeamte Martin Höller klärte die Jugendlichen mit viel Engagement, Ernsthaftigkeit und vor allem höchst authentisch über jegliche Art der legalen und illegalen Drogen und Suchtmittel auf. Dabei blieb der Experte mit all seinen Ausführungen sehr nah an den Jugendlichen. Gebannt und zum Teil entsetzt hörten die Schülerinnen und Schüler in diesen zwei Schulstunden dem Beamten zu, der auf die schädlichen und teils verheerenden Auswirkungen verschiedenster Drogen und Suchtmittel hinwies. Um den Jugendlichen zudem die Neugierde auf vor allem verbotene Drogen zu nehmen und um zu zeigen, dass Suchtmittel an sich nichts „Spektakuläres“ sind, ließ er ausgewähltes Anschauungsmaterial von den Zuschauern begutachten. Als dann zum Ende der Präsentation noch ein Video über den körperlichen Verfall von Drogenabhängigen gezeigt wurde, wurden viele Schülerinnen und Schüler bleich vor Entsetzen. Neben den illegalen und legalen Rauschmitteln baute Herr Höller auch eine neue Form der Sucht in seinen Vortrag ein: Die Internet- und PC-Spiele-Sucht.

Diese äußerst aktuelle Art der Abhängigkeit sollte „auf keinen Fall unterschätzt“ werden.

Sowohl die Fachschaft Biologie, als auch die Schülerinnen und Schüler der Dreiflüsse-Realschule sind sich einig, dass ein derartiger Vortrag fest in das Schuljahr integriert bleiben muss. Damit aber nicht nur die Schülerinnen und Schüler bestens Bescheid wissen, werden auch die Eltern zum Thema „Drogen und Sucht“ im Rahmen eines Elternabends Mitte März informiert.

Joseph Zachereder

Wertebotschafter 2019

Wenn Schüler Werte vermitteln
Arian Daryani zum Wertebotschafter ausgebildet

Wie wollen wir in einer Gesellschaft miteinander umgehen? Welche Werte sind uns im täglichen Zusammenleben wichtig? Bei uns an der Dreiflüsse-Realschule Passau stellen wir uns diesen Fragen. Als Schule beteiligten wir uns ans dem Projekt „Werte machen Schule“ des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus. Zwei Schülerinnen und Schüler aus den 9. Klassen wurden als Wertebotschafter vorgeschlagen und Arian Daryani aus der Klasse 9 a bekam den Zuschlag von der MB-Dienststelle in Landshut.

Eine Woche lang wurde der 9. Klässler in einem Workshop in Kelheim ausgebildet und er ist nun offizieller Wertebotschafter. Damit ist er einer von 25 Botschaftern in den Regierungsbezirken Oberfranken, Schwaben und Niederbayern – die restlichen vier Bezirke sollen im nächsten Schuljahr folgen. Denn das Projekt ist neu und feierte mit der Ausbildungswoche in Kelheim vom 28.01. bis 01.02. seinen Auftakt. Zum Abschluss der Ausbildungswoche bekamen die neu ausgebildeten Wertebotschafter in einer Feierstunde eine Urkunde im Beisein ihres Schulleiters von Ministerialdirektor Herbert Püls verliehen.

In seiner Funktion soll Arian Mitschülern Tipps zu Kommunikation und Teambuilding geben – von Mitschüler zu Mitschüler versteht sich. Auch Anregungen für werteorientierte Projekttage und Schulfeste sind angedacht. „Ich wollte schon immer etwas Großes für dies Schule leisten“, sagt Arian zu seiner Motivation. Bei dem Projekt ist nicht genau vorgegeben, welche Werte, auf welche Weise vermittelt werden sollen. Die Schüler werden angeregt ein eigenes Programm zu entwickeln – entlang der Leitlinien Höflichkeit, Respekt und Toleranz, wie unser Wertebotschafter erklärt. Schulleiter Andreas Schaffhauser ist von dem Projekt gänzlich überzeugt. „Die Kinder haben ein feines Gespür, wie man miteinander umgeht. An unserer Schule und in der Gesellschaft sind Werte ein großes Thema. Dass hier Grundgedanken von Schülern selbst gelebt werden, ist besonders wichtig“, meint der Schulleiter. „Wir sind stolz, dass Arian als einer von 25 Wertebotschaftern in drei Regierungsbezirken aus unserer Schulgemeinschaft ausgewählt wurde“, so Schaffhauser weiter.

Marion Katzbichler

  • Wertebotschafterinnen und Wertebotschafter aus Niederbayern – Abschlussveranstaltung am 01.02.2019 in der Jugendherberge Kelheim in Ihrlerstein. Herbert Püls, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und Arian Daryani (Dreiflüsse-Realschule). Foto: StMUK/Andreas Gebert

Lesepaten

Realschüler der Dreiflüsse-Realschule Passau übernehmen erneut Lesepatenschaft

Kooperation mit der Grundschule St. Anton

„Sprache ist die elementarste Ausdrucksform des Denkens. Das Verstehen von Sprache gibt Denkprozessen Struktur und ist ihre Grundlage. Lesen gehört neben der Sprach- und Schreibkompetenz zu denjenigen Schlüsselqualifikationen, die uns erst ein Verständnis der Welt und des menschlichen Miteinanders ermöglichen. Vorlesen, Erzählen und Lesen fördern deshalb die individuelle Sprachentwicklung, das Denken, die Vorstellungskraft und die Phantasie wie kein anderes Medium. Aus diesen Gründen ist Lesen mit all seinen wichtigen Vorstufen eine elementar wichtige Funktion der Persönlichkeitsentwicklung und der sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen“, so Martin Klonowski in seinem Grußwort für die wissenschaftliche Abhandlung „Zukunft des Lesens“ für die Stiftung Lesen.

Welche bedeutende Rolle das Lesen und das Vorlesen einnehmen, wird bereits anhand dieses knappen Plädoyers klar. Aus diesem Grund verschreibt sich die Realschule Passau mit ihrem Lesepatenprojekt dem Lesen und Vorlesen. Die Leseförderung hat sich die Schule in diesem Schuljahr als ein Ziel im Rahmen der Schulentwicklung besonders auf die Fahnen geschrieben. Diesem Vorhaben sind auch verschiedene schulinterne Fortbildungen für das Kollegium geschuldet. Wie bereits in den letzten Jahren wurde auch dieses Schuljahr wieder das Lesepatenprojekt zusammen mit der Grundschule St. Anton ins Leben gerufen. 15 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen lesen einmal im Monat den ABC-Schützen der 1. und 2. Klassen aus bekannten Kinderbüchern, wie „Der kleine Drach Kokosnuss“ oder aus der bekannten Reihe „Die Olchis“ vor.

Jedes Jahr ist der Andrang der 9. Klässler, Lesepate zu werden, enorm groß. Das freut uns als Schule natürlich sehr, dass wir so engagierte Schülerinnen und Schüler haben, die sich für die Grundschüler der Nachbargrundschule einsetzen und so Vorbild und Ansprechpartner sein wollen. Eine enge Kooperation mit der Grundschule besteht ja bereits aufgrund des Schülerlotsenprojekts und so ist es naheliegend, dass sich die Realschüler auch in anderen Bereichen für die Kleineren einsetzen.

Einmal selbst vor einer Klasse stehen und aus einem Buch vorlesen, ist für manchen Lesepatenneuling eine ganz ungewohnte Situation, die aber alle hervorragend meistern. Die Grundschüler freuen sich immer schon Tage vorher auf unsere Lesepaten und sind stets mit Neugier und Interesse bei der Sache. Sie wollen unbedingt wissen, wie es mit Oskar und Mathilda weitergeht oder ob die Olchis ihre Abenteuer unbeschadet überstehen. Diese erfolgreiche Patenschaft werden wir auch weiterhin pflegen, damit sowohl bei den Kleinen als auch bei den Großen die Freude am Lesen aufrecht erhalten bleibt oder neu entfacht wird.

Marion Katzbichler

 

Weihnachtsmusical 2018

Musikalisches Weihnachtsgeschenk an der Dreiflüsse-Realschule
Klässler inszenieren „Toms Traum“

65 Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen überraschten die Schulfamilie der Realschule und die Schüler von St. Anton mit dem Mutmachmusical „Toms Traum“ von Gerhard Meyer. Schon zum 10. Mal gibt es in der Woche vor Weihnachten einen ersten großen Auftritt der neuen Schülerinnen und Schüler.

Wiederum klappt die Kooperation zwischen Dreiflüsse-Realschule und Grundschule St. Anton hervorragend. Schulleiterin Rosa Hansbauer freute sich bei der Generalprobe am Vormittag in ihrer Turnhalle über die Einladung der fast 150 Schüler ihrer Schule als Theatergäste. Dabei entdeckte sie etliche Ehemalige unter den Mitwirkenden.

Wie aus einem umtriebigen, lautstarken Durcheinanderwuseln von 65 Kindern vor der Aufführung ein diszipliniertes Sänger- und Schauspielerteam wird, das zeigte einmal mehr Spielleiterin Martina Raab, die vom Klavier aus die jeweils einstündigen Auftritte begleitete und koordinierte. Diese schnelle Verwandlung verblüfft die Zuschauer immer wieder und beweist, wie gespannt und konzentriert die Sänger und Sprecher ihren ersten Auftritt wahrnehmen.

Rektor Andreas Schaffhauser dankte daher auch allen Mitwirkenden für dieses Weihnachtsgeschenk und lobte den großen Einsatz der Spieler mit ihrer Leiterin. War schon die Generalprobe gelungen, so steigerte sich am Abend die Spielfreude der kleinen Darsteller vor den vielen Zuschauer, darunter die Stadträtinnen Rosemarie Weber und Sissy Geier, nochmals erheblich.

Tom (Andreas Kolb) ist ein ängstlicher Schüler, der seinen großen Part mit Sologesang durchaus nicht ängstlich meisterte. Er fürchtet sich vor Mathematik, vor groben Mitschülern und bangt um seine Freundschaft mit Lisa (Shona Robl), die er heimlich verehrt. Jede Nacht plagen ihn schlimme Alpträume, die in der Träumeküche in einem großen Kessel zusammengebraut werden.

Rhythmisch klopfen die Sänger des Chores auf ihre Schüsseln und Töpfe, als sie die Träume schwungvoll und in ansprechender Choreographie anrühren. Der resolute Oberkoch (Leon Wiebe) gibt, weil er müde ist, sein Amt an die zarte Felicitas (Rojin Balin) ab, die Mitleid mit dem gequälten Tom bekommt und nun eine Portion „Fürcht nix aus der Dose“ in den Zaubertrank mischen lässt. Und siehe da, die gute Traumelf (Liana Gigul) begleitet Tom nun durch seine bösen Träume.

Das Traumtaxi mit sechs Monstern (Daniel Graf, Stefan Kappmann, Leon Moosbauer, Kimi Poindecker, Thomas Zaitsev und Musicaltalent David Stanisic), gewandet wie die Blues Brothers, fahren die Träume der Menschen und bedenken auch Schulleiter Andreas Schaffhauser einem Alptraum. Derweilen liegt Tom mit seinem lebendigen Schmuseteddy (Lukas Grasmeier) im Bett und fürchtet sich. Besonders der Teddy sorgte bei den jungen Besuchern für Lachen und Schmunzeln.

Im Zimmer von Tom spielen viele Kinder die Möbelstücke, die sich schwungvoll mit Tom solidarisieren. Doch Tom darf nicht aufwachen, sonst wird seine Beschützerin, die Traumelf, zu Schaum. Glücklicherweise läuft in schönen Träumen jedoch alles anders als gewohnt, die Lehrerin (Selina Razic) jongliert mit Zahlen statt zu rechnen. Geschickter Einfall von der Regie, bunte Schaumstoffwürfel auf der Bühne hin- und her werfen zu lassen.

Als Tom von seinen üblen Mitschülern bedrängt wird, schützt die Fee ihn, indem sie die Übeltäter einfrieren lässt. Alle Spieler auf der Bühne erstarren und fallen auch nicht aus ihrer Rolle, als Tom versucht, sie aufzuwecken. Für die kleinen Zuschauer eine besonders lustige Szene.

Viele Regieeinfälle verblüfften, wie etwa die einfachen Styroporblöcke, die als Bett dienten oder das grüne Traummonster im Ganzkörperanzug.

Dem letzten Versuch der Traummonster, nochmals die Herrschaft an sich zu reißen „Wir sind dein Alptraum“ und dem Aufwachen widersteht Tom mit Hilfe seiner Freundin Lisa und beide bringen die Traumelf rechtzeitig zum Traumkessel zurück.

Sichtlich gelöst nach der Anspannung singen alle 65 Mitwirkenden am Schluss nochmals die in einem Medley zusammengefassten Hauptmelodien, die von Ragtime über Boogie bis hin zu populären Melodien gehen. Rhythmusgefühl, gute Sprechtechnik und mutiges Singen waren auch für diesen schwungvollen Schlussteil erforderlich, damit es stimmt: „Heute Nacht, da brummt der Bär!“. Die Schauspieler und Sänger und aber auch die vielen großen und kleinen Zuschauer haben sicher ihren Anteil Courage aus dem Mutmachmusical mitgenommen. Zudem ist das musische Gemeinschaftsprojekt einer ganzen Jahrgangsstufe eine gute Möglichkeit, sich an der neuen Schule schnell heimisch zu fühlen.

Text: Gertrud Brunnbauer
Fotos: Manfred Brunnbauer