Europa macht Schule 2020

Dreiflüsse-Realschule lebt den Europagedanken
„Europa macht Schule“ bringt Realschülern das größte Land der Welt näher.

Immer Winter, eisige Temperaturen, riesige Wälder, Wodka, Putin und bunt bemalte, ineinander schachtelbare Puppen waren die ersten Assoziationen der Klasse 6c zu Russland. Dass dieses Land natürlich weitaus vielfältiger ist, konnten die Schüler im Rahmen des Programms „Europa macht Schule“ erfahren. Europa konkret und lebendig werden zu lassen, ist Ziel dieses Programms. Dabei sind Gaststudierende aus ganz Europa eingeladen, eine deutsche Schulklasse zu besuchen und Europa ins Klassenzimmer zu holen.

Mit Russland hat die Passauer Gaststudentin Evgeniia Podmarkova ein für viele unbekanntes Land ins Klassenzimmer geholt. Einige Schüler waren aber durchaus vertraut mit der Kultur und der russischen Sprache. Auch wenn sie selbst noch nie im Herkunftsland ihrer Eltern waren, ist es trotzdem die Muttersprache, mit der sie sich im Kreise ihrer Familie und auch Freunden unterhalten. Bei der anschaulichen Vorstellung der naturräumlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Besonderheiten ihres Landes und v. a. ihrer Heimatregion Sibirien konnte Frau Podmarkova daher auch bei Bedarf auf die Hilfe „ihrer Übersetzer“ zurückgreifen.

Von den Bildern vom Baikalsee, vom Altai-Gebirge, vom Stolby-Nationalpark und der Heimatstadt Podmarkovas Krasnojarsk waren die Kinder sichtlich beeindruckt. Nachdem die Schüler mithilfe von verschiedenen russischen Süßigkeiten in Gruppen eingeteilt wurden, konnten sie in einem Kreuzworträtsel gleich ihre neuen Erkenntnisse über Russland testen. Gar nicht so einfach war das folgende Sprachrätsel. Was heißt wohl „Guten Tag!“, „Wie geht es dir?“, „Ich komme aus Deutschland.“ auf Russisch? Obwohl die russische Übersetzung nur zugeordnet werden musste, brauchten hier die Schüler die Hilfe „ihrer“ Lehrerin, weil in Russland statt der uns bekannten Buchstaben das kyrillische Alphabet verwendet wird.

Neben dem Einblick in russische Schulen und den damit verbundenen Traditionen war dann das Highlight dieses Projekts sicherlich das gemeinsame Kochen. Auf dem Speiseplan stand ein russisches Nationalgericht: Akroschka. In der Schulküche wurden fleißig die Zutaten für diese erfrischende Suppe klein geschnitten. Beim gemeinsamen Abschlussessen konnte man dann aus den Gesichtern der Schüler lesen: Die selbstzubereitete Suppe mundete offensichtlich nicht allen Schülern, aber: Probieren geht über Studieren.

Am Ende waren sich alle einig: „Europa macht Schule“ bietet eine tolle Möglichkeit, ein europäisches Land näher kennen zu lernen, und den Schülern hat es sichtlich Spaß gemacht. Frau Podmarkova selbst bedankte sich am Ende bei der 6c für die tolle Mitarbeit und war glücklich darüber, als Minibotschafterin Ihrer Heimat an der Dreiflüsse-Realschule Passau gewesen zu sein.

Karin Fuchs

 

 

 

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