Lesepaten 2020

Schüler wecken Freude an Büchern

Vorleser der Dreiflüsse-Realschule kommen an das Sonderpädagogische Förderzentrum

Gleichaltrigen und Jüngeren Freude an Büchern zu vermitteln, das haben sich zwölf Lesepaten aus den neunten Klassen der Dreiflüsse-Realschule vorgenommen. Einmal im Monat gastieren sie künftig im Sonderpädagogischen Förderzentrum (SFZ), um Kindern aus vier Klassen vorzulesen.

Zum Start der Kooperation zwischen den beiden Schulen kamen die jungen Vorleser Anfang Januar mit viel Elan in das SFZ. Die Schüler beider Schulen freuten sich riesig auf das erste Treffen. Die Auftaktveranstaltung zu dem Leseprojekt diente vor allem dem Kennenlernen. Die engagierten Realschüler Lena Riederer, Kaltrina Ramnabaja, Sanja Vasic, Julian Ertl, Jonah Preis, Jonas Zerer, Marcel Weishäupl, Raul Bitzer, Moritz Spannbauer, Maximilian Brunner und Pascal Herbst hatten dazu ein passendes Programm aus Kennenlernspielen vorbereitet. Danach lasen sie den dritten und sechsten Stütz- und Förderklassen sowie den Kindergartenkindern vor.

„Es ist uns ein Anliegen uns mit den anderen Schulen im Schulzentrum zu vernetzen“, betonte Sonderschulrektorin Reinhilde Galler. Es sei schön in direkter Nachbarschaft nicht nur nebeneinander zu arbeiten, sondern auch miteinander etwas zu kreieren. Die sei Inklusion, wie man es sich vorstellt, ein Miteinander zu erleben und eine Beziehung aufzubauen. „Wir freuen uns, das Lesepatenprojekt weiterzuführen und die Kooperation zu stärken“, sagte Marion Katzbichler stellvertretende Leiterin der Dreiflüsse-Realschule. Bisher lasen die Realschüler in der Grundschule St. Anton vor. Dort übernähmen jetzt Eltern diesen Part.

Die Idee zum dem Leseprojekt im SFZ stamme von Maria Reif, Deutschlehrkraft an der Dreiflüsse-Realschule. Hierzu kämen einmal im Monat Neuntklässler der Realschule für 45 Minuten in das Förderzentrum, um Kinder und Jugendliche für das Lesen zu begeistern. Die Lesepaten würden Geschichten vortragen, Bilder zeigen und Verständnisfragen stellen. Die Lektüre orientiere sich an den Unterrichtsthemen und werde von der Förderschule organisiert bzw. die Vorleser nehmen selbst geeignete Bücher mit.

Das Leseprojekt sei eine Fortführung des Vorlesetags, zu dem Prominente in die Schulen kommen. Leseförderung nehme einen wichtigen Stellenwert ein, bestätigte Sonderschulkonrektorin Dolores Moeller. Die jungen Vorleser seien stolz darauf als Lesepaten zu fungieren, erzählte Katzbichler. Die Schüler wüssten, dass Realschüler, die gut lesen können, dazu jedes Jahr in der neunten Klasse auserkoren werden. Sie sehe jedes Jahr Talente, die nett mit Kindern umgehen und gut auf sie eingehen können. Es überrasche oft, wie herzlich und begeistert sie als „Große“ Jüngere an die Hand nehmen. Das Vorlesen sei somit auch für sie eine wertvolle Erfahrung. Es stärke die Sozialkompetenz und finde auch im Zeugnis Erwähnung. Die Lesekooperation diene zugleich dazu, Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen, betonen Katzbichler und Moeller.

Marion Katzbichler / PNP

 

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