Reptilienvortrag 2019

„Laufende Wattestäbchen“
Manfred Werdan informiert Dreiflüsse-Realschüler über Reptilien und Amphibien

Ein Tier, das ganze Gliedmaßen, Teile seiner inneren Organe und sogar Teile seines Gehirns wiederherstellen kann. Ein Tier, welches bereits vor den Dinosauriern unseren Planeten bewohnte und sich in den vergangenen Millionen Jahren, bis auf die Größe, nicht verändert hat. Ein Tier, das die ewige Jugend lebt und sich nur unter Laborbedingungen zu einem erwachsenen Tier entwickelt. Gibt es nicht? Doch! Das Axolotl vereint alle diese Eigenschaften auf einmal. Doch nach Millionen Jahren gilt es aktuell als in der freien Natur ausgestorben. Lediglich in Gefangenschaft existiert es noch. Schuld daran ist leider der Mensch, der durch seine Einflüsse auf die Umwelt, insbesondere die Wasserverschmutzung, in Mexiko, der Heimat des Axolotls, für dessen Aussterben gesorgt hat.

Dies ist bedauerlicherweise nicht der einzige folgenlose Eingriff des Menschen auf das Leben von Tieren. Gerade im Bereich der „artgerechten Tierhaltung“ herrscht laut Reptilien- und Amphibienexperte Manfred Werdan großer Informationsbedarf. Denn selbst das süßeste Haustier wird einmal erwachsen, verursacht Abfälle und muss gepflegt und gehegt werden. Diese und weitere Informationen berichtete Herr Werdan in seinem 90-minütigen Vortrag den Schülerinnen und Schüler der sechsten und siebten Jahrgangsstufe. Sie hörten gebannt seinen Ausführungen zu und durften am Ende sogar das eine oder andere Tier aus nächster Nähe begutachten. Dabei war die Begeisterung dementsprechend hoch. Denn eine Vogelspinne, die auf dem Unterarm läuft, eine Königspython in der Hand oder ein Chamäleon direkt vor den Augen ist Biologieunterricht in seiner besten Form. „Das fühlt sich ja an wie laufende Wattestäbchen“, so eine Schülerin, als eine Vogelspinne ihren Unterarm hochläuft. Nicht zuletzt deshalb ist sich die Schulgemeinschaft einig, dass dieser Vortrag einen festen Platz im Jahresprogramm haben muss.

Josef Zachereder

 

 

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