Sicherheit im Netz 2019

Schüler und Eltern werden über Chancen und Gefahren des Internets informiert

 

„WhatsApp, Instagram, Tellonym, Twitter, Skype, Snapchat, Ask.fm … wenn du nicht dabei bist, bist du raus!“, so die Meinung vieler Jugendlicher. „Für manche von uns klingen diese Wörter wie Wörter einer anderen Welt, für die meisten Schülerinnen und Schüler sind sie allgegenwärtige Realität“, so Bruno Lux, ehemaliger Leiter der Staatlichen Schulberatungsstelle für Niederbayern. Um gerade im Rahmen der Digitalisierung auch einen kritischen Blick auf die Medien zu werfen und den sinnvollen und vernünftigen Umgang zu lehren, hatte das Schulentwicklungsteam die Idee zu einer Vortragsreihe für die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe. „Mittlerweile verschiebt sich das Alter, ab dem Kinder ein Smartphone besitzen, bereits in die Grundschule, so Lux. Dieses Jahr hält er erstmals einen Vortrag zu diesem Thema in der 3. Klasse. „Umso wichtiger ist es uns die Schülerinnen und Schüler bereits in den unteren Jahrgangsstufen über die Gefahren des Netzes aufzuklären, aber auch zu einem vernünftigen Umgang mit den sozialen Netzwerken zu erziehen“, so Schulleiter Andreas Schaffhauser. „Das Signet „Digitale Schule“ bedeutet nicht nur die Digitalisierung des Unterrichts und der Klassenzimmer, sondern auch Verantwortung für den richtigen und maßvollen Umgang mit digitalen Medien“, erklärt der Schulleiter weiter. In jeweils 90 Minuten informierte Bruno Lux die 5. sowie die 6. Jahrgangsstufen über Probleme und Gefahren des Internets, aber auch Tipps, wie man sich „sicher“ in dieser digitalen Welt, in der wir uns alle befinden, bewegen können. Aber nicht nur die Schülerinnen und Schüler sollten über Snapchat und Fortnite Bescheid wissen, sondern auch die Eltern, die der Experte am Abend in der „kostbar“ informierte, sind der Schule wichtig. In seiner Präsentation stellte Herr Lux zunächst die verschiedensten sozialen Netzwerke und die Vorgehensweisen der unterschiedlichen Plattformen vor. Bereits hier staunten viele Eltern über die Vielfalt der Netzwerke und was hier alles angeboten wird. In seinem zweistündigen Vortrag widmete sich der Experte den Themen Urheberrechte, Straftaten im Internet und deren Konsequenzen, dem Trend der „Selfies“ in verschiedensten Situatione, aber vor allem der Thematik Cybermobbing. Cybermobbing, das öffentliche Beleidigen in sozialen Netzwerken ist keine Seltenheit. Täter nutzen häufig die Gutgläubigkeit und Naivität der Kinder und Jugendlichen für ihre Vorhaben aus. Gerade im Internet ist es leicht möglich, seine Identität zu verschleiern. Sehr ausführlich berichtet Herr Lux über die unterschiedlichen Rollen, die es in einem Mobbingfall gibt, von Opfer über Täter und dessen Unterstützer und den Zeugen. Selten schafft es der Betroffene sich selbstständig aus dem Mobbing zu befreien. Umso wichtiger ist es für diejenigen, die beleidigt und angegriffen werden, sich einer erwachsenen Vertrauensperson, den Eltern oder Lehrern, anzuvertrauen. Mobbing ist eine schreckliche Situation, in der das Opfer Unterstützung braucht. Hier sind natürlich auch die Freunde und Mitschüler gefragt. Es ist wichtig, dass der Betroffene merkt, dass er nicht alleine ist. Herr Lux warnt aber die Eltern vor Konsequenzen, wie  Handy- und Computerverbot. „Das ist nicht verwirklichbar und illusorisch“, so Lux. Viel wichtiger sei es den Kindern den maßvollen und richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken und den Medien beizubringen und sich mit den Schülerinnen und Schülern in Gesprächen darüber auseinanderzusetzen, sowohl in der Schule als auch zu Hause.

Marion Katzbichler

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