Weihnachtsmusical

Kulturelle Bildung: Mosaikstein 3

Austicken ausdrücklich erwünscht
Kindermusical „Ausgetickt? Die Stunde der Uhren“ an der Dreiflüsse-Realschule

Zum 10. Mal brachte die Dreiflüsse-Realschule kurz vor Weihnachten ein unterhaltsames Kindermusical auf die Bühne. Ein kleines Jubiläum gab es deshalb zu feiern.

Wiederum brachten alle Schüler und Schülerinnen der 5. Jahrgangsstufe die Meisterleistung zustande, nach nur sechs Wochen Probezeit ein beschwingtes Musikstück auf die Bühne zu stellen. In zwei Aufführungen zeigten sie ihr Können. Die Generalprobe fand am Vormittag vor den 190 Kindern der Grundschule St. Anton statt, die die Bühne der Turnhalle zur Verfügung stellte. Rosa Hansbauer begrüßte die Spieler und freute sich über die jahrelange gute Zusammenarbeit der beiden benachbarten Schulen.

Am Abend, vor der Schulgemeinschaft mit 300 Gästen, darunter die Stadträte Armin Dickl, Sissy Geyer und Georg Steiner sowie der ehemalige Schulleiter Erwin Kronschnabl, liefen die 80 Sänger zur Hochform auf. Schon das Auftrittslied „Sekunden zerhacken, Minuten zerknacken“ lieferte den ersten Ohrwurm des abwechslungseichen Musicals aus der Feder von Gerhard A. Meyer und Gerhard Weiler. Unter dem strengen Regiment der resoluten Superuhr (sehr energisch: Janine Strecker) müssen „die Uhren spuren“.

Darunter leiden vor allem Aufziehwecker Bobby (Sebastian Müller) und Radiowecker Elvis (Sebastian Grunert), die in ihren Sololiedern mit klaren, ausdrucksstarken Stimmen beklagen, dass sie ihre Schläferin nicht aufwecken können. So beschließen sie den Streik und laufen davon. Nun kommt die goldene Rita Rolex (Frieda Lang) ins Spiel und singt in einem schönen Charleston, dass sie als gefälschte Uhr undercover unterwegs ist. Immer wieder gibt es Lacher für die lustigen Wortspiele und Reime. Schließlich finden die entlaufenen Wecker Zuflucht bei der Sonnenuhr (Liliana Schwarz), die samt Sanduhr noch zur guten alten Zeit gehört. Aber Öli und Schrauber, die beiden Verbündeten der Superuhr, singen einen Rock`n Roll (sehr lustig die Zwillinge Jonathan und Leonhard Schallmoser) und machen die Entlaufenen dingfest. Eine kleine rote Armbanduhr (Lisa Hägler) entzieht sich ebenfalls dem Zeitdruck, weil sie sich ausgerechnet in die perfektionistische Taucheruhr (Levi Vatter) verliebt hat. Der Aufstand wird unterstützt von Rita Rolex, die den Schlüssel zur Kiste mit der Spieluhr beschafft. Mit einem lieblichen Walzer bricht eine andere Zeit an. Das verliebte Pärchen fällt aus der Zeit, und ohne den tickenden Zeitdruck verwandelt sich die Welt. „Ich mess die Zeit in Melodien“ singt die graziöse Ballerina (Margarita Zorin) und damit stehen die Gefühle über der Sklaverei der Zeit.

Am Schluss verwandeln sich auf der Bühne die 80 Uhren nach Klängen von Elvis in ein herrliches Chaos und singen befreit: „Wir haben für uns selber Zeit.“ Austicken also ausdrücklich erlaubt. Schulleiter Andreas Schaffhauser bedankte sich bei allen Mitwirkenden und hob besonders die Leistung von Musiklehrerin Martina Raab hervor, die vom Klavier aus die Aufführung leitete: „Großer Respekt vor euch allen, 80 Kinder sind auf der Bühne und immer genau dort, wohin sie gehören“. Unterstützt wurde die Spielleiterin von ihren Kolleginnen Alexandra Gastinger, die mit einfachen, aber wirkungsvollen Requisiten abwechslungsreiche Bühnenbilder baute und Cornelia Miller, die am Mischpult für den guten Sound sorgte. Für die richtige Beleuchtung sind seit etlichen Aufführungen die Schüler Philipp Gortan und Finn Cuypers aus der 9. Jahrgangsstufe verantwortlich und mit großem Einsatz dabei.

Gertrud Brunnbauer

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