Weihnachtsmusical 2018

Musikalisches Weihnachtsgeschenk an der Dreiflüsse-Realschule
Klässler inszenieren „Toms Traum“

65 Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen überraschten die Schulfamilie der Realschule und die Schüler von St. Anton mit dem Mutmachmusical „Toms Traum“ von Gerhard Meyer. Schon zum 10. Mal gibt es in der Woche vor Weihnachten einen ersten großen Auftritt der neuen Schülerinnen und Schüler.

Wiederum klappt die Kooperation zwischen Dreiflüsse-Realschule und Grundschule St. Anton hervorragend. Schulleiterin Rosa Hansbauer freute sich bei der Generalprobe am Vormittag in ihrer Turnhalle über die Einladung der fast 150 Schüler ihrer Schule als Theatergäste. Dabei entdeckte sie etliche Ehemalige unter den Mitwirkenden.

Wie aus einem umtriebigen, lautstarken Durcheinanderwuseln von 65 Kindern vor der Aufführung ein diszipliniertes Sänger- und Schauspielerteam wird, das zeigte einmal mehr Spielleiterin Martina Raab, die vom Klavier aus die jeweils einstündigen Auftritte begleitete und koordinierte. Diese schnelle Verwandlung verblüfft die Zuschauer immer wieder und beweist, wie gespannt und konzentriert die Sänger und Sprecher ihren ersten Auftritt wahrnehmen.

Rektor Andreas Schaffhauser dankte daher auch allen Mitwirkenden für dieses Weihnachtsgeschenk und lobte den großen Einsatz der Spieler mit ihrer Leiterin. War schon die Generalprobe gelungen, so steigerte sich am Abend die Spielfreude der kleinen Darsteller vor den vielen Zuschauer, darunter die Stadträtinnen Rosemarie Weber und Sissy Geier, nochmals erheblich.

Tom (Andreas Kolb) ist ein ängstlicher Schüler, der seinen großen Part mit Sologesang durchaus nicht ängstlich meisterte. Er fürchtet sich vor Mathematik, vor groben Mitschülern und bangt um seine Freundschaft mit Lisa (Shona Robl), die er heimlich verehrt. Jede Nacht plagen ihn schlimme Alpträume, die in der Träumeküche in einem großen Kessel zusammengebraut werden.

Rhythmisch klopfen die Sänger des Chores auf ihre Schüsseln und Töpfe, als sie die Träume schwungvoll und in ansprechender Choreographie anrühren. Der resolute Oberkoch (Leon Wiebe) gibt, weil er müde ist, sein Amt an die zarte Felicitas (Rojin Balin) ab, die Mitleid mit dem gequälten Tom bekommt und nun eine Portion „Fürcht nix aus der Dose“ in den Zaubertrank mischen lässt. Und siehe da, die gute Traumelf (Liana Gigul) begleitet Tom nun durch seine bösen Träume.

Das Traumtaxi mit sechs Monstern (Daniel Graf, Stefan Kappmann, Leon Moosbauer, Kimi Poindecker, Thomas Zaitsev und Musicaltalent David Stanisic), gewandet wie die Blues Brothers, fahren die Träume der Menschen und bedenken auch Schulleiter Andreas Schaffhauser einem Alptraum. Derweilen liegt Tom mit seinem lebendigen Schmuseteddy (Lukas Grasmeier) im Bett und fürchtet sich. Besonders der Teddy sorgte bei den jungen Besuchern für Lachen und Schmunzeln.

Im Zimmer von Tom spielen viele Kinder die Möbelstücke, die sich schwungvoll mit Tom solidarisieren. Doch Tom darf nicht aufwachen, sonst wird seine Beschützerin, die Traumelf, zu Schaum. Glücklicherweise läuft in schönen Träumen jedoch alles anders als gewohnt, die Lehrerin (Selina Razic) jongliert mit Zahlen statt zu rechnen. Geschickter Einfall von der Regie, bunte Schaumstoffwürfel auf der Bühne hin- und her werfen zu lassen.

Als Tom von seinen üblen Mitschülern bedrängt wird, schützt die Fee ihn, indem sie die Übeltäter einfrieren lässt. Alle Spieler auf der Bühne erstarren und fallen auch nicht aus ihrer Rolle, als Tom versucht, sie aufzuwecken. Für die kleinen Zuschauer eine besonders lustige Szene.

Viele Regieeinfälle verblüfften, wie etwa die einfachen Styroporblöcke, die als Bett dienten oder das grüne Traummonster im Ganzkörperanzug.

Dem letzten Versuch der Traummonster, nochmals die Herrschaft an sich zu reißen „Wir sind dein Alptraum“ und dem Aufwachen widersteht Tom mit Hilfe seiner Freundin Lisa und beide bringen die Traumelf rechtzeitig zum Traumkessel zurück.

Sichtlich gelöst nach der Anspannung singen alle 65 Mitwirkenden am Schluss nochmals die in einem Medley zusammengefassten Hauptmelodien, die von Ragtime über Boogie bis hin zu populären Melodien gehen. Rhythmusgefühl, gute Sprechtechnik und mutiges Singen waren auch für diesen schwungvollen Schlussteil erforderlich, damit es stimmt: „Heute Nacht, da brummt der Bär!“. Die Schauspieler und Sänger und aber auch die vielen großen und kleinen Zuschauer haben sicher ihren Anteil Courage aus dem Mutmachmusical mitgenommen. Zudem ist das musische Gemeinschaftsprojekt einer ganzen Jahrgangsstufe eine gute Möglichkeit, sich an der neuen Schule schnell heimisch zu fühlen.

Text: Gertrud Brunnbauer
Fotos: Manfred Brunnbauer

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